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Erpressung?

Die 3-G Regel hat wieder einmal Klein-Herbert auf den Plan gerufen, um diese Regel am Arbeitsplatz nicht nur zu kritisieren, sondern auch gleich auf den Bundespräsidenten loszugehen: „Wer nicht ständig testen gehen will oder kann, wer seine Arbeit nicht verlieren möchte – und im schlimmsten Fall die Arbeitslosenunterstützung obendrauf –, der soll nun offenbar über den Weg des Arbeitsplatzes gezwungen werden, sich impfen zu lassen“.

Und er wird noch deutlicher, indem er Van der Bellen sagt, was er gefälligst zu tun und zu lassen hat: „Es wird mit einer noch nie dagewesenen Angst- und Panikmache ganz gezielt ein Keil in die Gesellschaft getrieben. Ich nenne diese Vorgangsweise schlicht und ergreifend erpresserisch. Entspricht diese Art der staatlichen Erpressung Ihrem eigenen Wertekanon?“ Für Kickl wäre es nur konsequent, wenn Van der Bellen daher dem Gesetz seine Unterschrift verweigert, „denn andernfalls sind alle Feiertagsreden zum Thema Freiheit und Souveränität nichts anderes als Schall und Rauch“.

Anders – weniger nett – ausgedrückt: Wenn der Bundespräsident das Gesetz unterzeichnet zu 3-G am Arbeitsplatz unterschreibt, dann soll er sich gefälligst die Feiertagsreden am 26. Oktober sparen. ich würde es anders formulieren: Hier will Kickl selbst Staatsoberhaupt spielen und am Liebsten gleich Van der Bellen entmachten. Und ich dachte, Kickls Einstellung zu Corona und seine Manie, wieder Innenminister zu sein, wären die einzigen Krankheiten, die bei ihm zu finden sind. Aber ich fürchte, es ist noch viel schlimmer. Der hat einfach den Knall nicht gehört!

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3G-Regel am Arbeitsplatz

Diese Regelung rückt offenbar schneller näher, als ursprünglich gedacht. In Italien tritt eine entsprechende Regelung Mitte Oktober in Kraft. Das übergeordnete Ziel ist die Erhöhung der Impfquote in Österreich. Es muss nur noch geklärt werden, ob das Gesundheits- oder Arbeitsministerium für die Gesetzesgrundlage zuständig ist.Wie wichtig so eine Regelung ist, zeigt ein aktuelles Beispiel aus meiner Umgebung.

So hat eine infizierte Busfahrerin vorigen Donnerstag (16. September) unter anderem einen Bus der Linie 66 in Graz chauffiert. Die Folge: Fahrgäste sollen jetzt ihren Gesundheitszustand beobachten, hieß es gestern seitens der Stadt Graz. Nachdem sie Intercity-Bus von Klagenfurt nach Graz (mit Abfahrt um 7.20 Uhr) gefahren ist, steuerte sie von 12 und 15 Uhr in Graz einen Bus der Linie 66 zwischen der Grottenhofstraße und dem Schulzentrum St. Peter.

So ganz nebenbei befinden sich auf der Strecke mehrere Haltestellen an Schulen, die von Schülern, gerade zu diesen Uhrzeiten, stark frequentiert werden – also Kinder, die nicht geimpft werden dürfen. Wie unverantwortlich so ein Handeln ist, sollte jedem klar sein. Laut Grazer Gesundheitsamt sind Ansteckungen nicht auszuschließen. Es wird bei solchen Berufen, die für andere mit einer Corona-Infektion ein hohes Risiko darstellen, angebracht sein, nur noch Geimpfte arbeiten zu lassen.

Auch, wenn es in sensiblen Bereichen offenbar überdurchschnittlich viele Impfverweigerer und Maskengegner gibt, sollte man hart durchgreifen und solche Leute generell von der Arbeit – unbezahlt – freistellen. Wer dann nach zwei Monaten immer noch ungeimpft ist, müsste im Interesse der Gesamtbevölkerung die Kündigung bekommen, denn wenn eine Freistellung nichts bringt, wird weiterhin andere gefährden. Da muss man auch nicht über eine „Schuldfrage“ diskutieren, denn die Möglichkeit, sich impfen zu lassen, hat inzwischen wirklich jeder.

Bei der 3-G Regel würde ich im Arbeitsbereich, in dem es zu Kundenkontakten kommen kann, ohnehin die 1-G Regel – also nur Geimpfte – bevorzugen.

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Was bringt die 3-G Regel?

Aus meiner Sicht – nichts. Darum muss man sich diese Regel erst einmal genauer ansehen, um zu verstehen, warum das so ist:

G wie Geimpft

Es ist das einzige G, das nachhaltig die Pandemie eindämmen kann und eine Überbelastung der Spitäler verhindert. Es ist nicht so, dass die Impfung eine Übertragung des Virus in vollem Ausmaß verhindert. Aber immerhin ist das Infektionsrisiko um über 80 % vermindert. Auch die Zahlen in den Krankenhäusern zeigen, dass mindestens 85 % der Corona-Patienten ungeimpft sind. Darum kann es keine andere Option geben, als verpflichtend zu impfen und Impfunwillige von allen breiteren Infektionsquellen wie Gastgewerbe, Veranstaltungen und anderen Gelegenheiten, bei denen ein erhöhtes Infektionsrisiko besteht, Im Interesse der Volksgesundheit generell auszuschließen.

Dazu muss ich sagen, dass ich sehr genau weiß, wie es ist, keine Luft mehr zu bekommen – nicht richtig atmen zu können. Ich habe es oft genug bei meiner Frau (als COPD Patientin) gesehen und die schlimmste Erfahrung war wohl, als sie direkt in einem Gesundheitszentrum zusammengebrochen ist. Nicht auszudenken, wenn keine ärztliche Hilfe in diesem Moment verfügbar gewesen wäre. Mit Corona hilft kein „Sofort-Medikament“. man kann nur noch auf der Intensivstation künstlich beatmen und hoffen, dass die Organschädigung nicht zu groß ist.

G wie Getestet

Absolut keine brauchbare Option. Alleine die Tatsache, dass nur sehr unzureichend kontrolliert wird und die Konsequenzen z.B. im Gastgewerbe kaum „wehtun“, und die erschreckende kriminelle Energie, diese Testergebnisse zu fälschen (immerhin ca. 50 %) lässt für diese Option keinen Spielraum. daher muss dieses G ausnahmslos wegfallen. Für diejenigen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht geimpft werden dürfen, sollte ein amtsärztliches Attest genügen. Warum „amtsärztlich“? Bereits heute gibt es „Ärzte“, wie Eiffler & Co, die ein Geschäft wittern und gegen Bezahlung Atteste ausstellen.

G wie Genesen

Viel Kritik gibt es, wenn es um Genesene geht, die ja zumindest eine Zeit lang immun sein sollten. Und genau das ist der Punkt: „SOLLTEN“, denn oft sind sie es nicht. darum muss es zumindest auch eine Teilimpfung für Genesene geben. Natürlich kann eine „Bestätigung“, genesen zu sein, die im Ausland „erworben“ wurde, nicht gelten. Sie wäre auch nicht überprüfbar. oder hat schon jemand von einem „Dr. Majong“ in Singapur gehört? Genesen alleine bringt also auch nicht viel. Die „Immunität“ ist manchmal nur sehr unzureichend vorhanden, weil neben den Antikörpern auch die „Gedächtniszellen“ eine Rolle spielen, die sich daran „erinnern“, welche Antikörper produziert werden müssen, um einer neuerlichen Infektion entgegenzuwirken. Und die sind bei manchen schlicht nicht vorhanden – oder nur sehr unzureichend.

Es kommt vor – wenn auch sehr selten – dass es Impfdurchbrüche gibt. Also dass auch zweifach Geimpfte infiziert werden und auch erkranken. das ist bedauerlich, aber im Vergleich zum effektiven Schutz durch die Impfung ist die Zahl vernachlässigbar – auch, wenn diese Fälle in der Presse höhere Verkaufszahlen versprechen, als Erfolgserlebnisse durch die Impfung.

Es gibt nur zwei Gründe, sich nicht impfen zu lassen. Einerseits bekannte Allergien gegen die Zusatzstoffe, die notwendig sind, um überhaupt einen Impfstoff verabreichen zu können und wenn man zur Personengruppe gehört, für die es noch keinen zugelassenen Impfstoff gibt. genauer gesagt: Kinder unter 12 Jahren, die nur durch Impfung der Erwachsenen geschützt werden können. Ein adaptierter Impfstoff für Kinder wird frühestens Ende des Jahres verfügbar sein.

Und wer glaubt, dass die Weigerung, sich impfen zu lassen, mit einer „Notfallzulassung“ zu begründen ist, den muss ich enttäuschen. Inzwischen hat z.B. Biontech eine VOLLZULASSUNG in den Staaten erhalten und es ist nur eine administrative Frage, bis Europa nachzieht. Außerdem bedeutet „Notfallzulassung“ keine schlechtere Qualität, sondern nur, dass mehrere erforderliche Studien, die normalerweise hintereinander durchgeführt werden, parallel gelaufen sind.

 

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Der epidemiologische Supergau

Man kann unzählige gut gemeinte und sinnvolle Regeln zur Bekämpfung der Pandemie erlassen. Sie verlieren aber jede Wirkung, wenn sich nicht alle daran halten. Zum epidemiologischen Super-GAU kommt es allerdings bei Großveranstaltungen, wenn Superspreader ungehindert als Virenschleudern tätig sein können.

So ist eine Rückkehr zur Maskenpflicht in geschlossenen öffentlichen Räumen durchaus denkbar und alle bereits wieder errungenen Freiheiten sind damit auch Geschichte. Die Stimmung ist derzeit noch so, dass die Öffentlichkeit Impfverweigerer als „Spinner“ definiert, die selber schuld sind, wenn sie sich einen schweren verlauf von Covid-19 einhandeln.

Doch diese Stimmung wird ganz schnell kippen. Jede Neuinfektion birgt das Risiko einer neuen Mutation, die vielleicht gegen jede Impfung resistent ist. Sollte es dazu kommen, tragen insbesondere die Impfverweigerer, die sich ja auch ganz bewusst auf Großveranstaltungen herumtreiben, um zu „beweisen“, dass man dafür ja keine Impfung brauchen würde, die Hauptverantwortung dafür.

Spätestens dann MUSS es eine Impfpflicht geben – vorausgesetzt, man verfügt bis dahin über einen entsprechenden Impfstoff, der auch gegen eine allfällige Mutation wirkt. Aber auch etwas anderes wird passieren: Es wird offene Konflikte geben, die sehr oft in Gewalttätigkeiten enden. es ist ja nicht neu: Wo die Vernunft versagt, regiert schon bald die Gewalt. Wundern sollte sich dann aber niemand, denn schon heute wird von Impfgegnern ihre Verweigerung zur „Religion“ erhoben, die für sie nicht unbedingt eine sachliche Begründung braucht. Es reicht ihr „Glaube“.

Die Tatsache, dass bei Veranstaltern, Gastronomen, etc. kaum effektiv die 3-G Regel kontrolliert wird, ist wohl in der Gier, die bisherigen finanziellen Verluste auszugleichen, welche die Pandemie bisher verursacht hat, zu suchen. Doch es wird niemals einen vollständigen Ausgleich geben und je mehr sich nicht an die Regeln gehalten wird, umso größer ist die Chance auf Sperren, Restriktionen, Lockdowns und weiterer finanzielle Verluste.

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Hauptsache Party

Jetzt muss ich davon ausgehen, dass in wenigen Tagen die Infektionszahlen wieder vierstellig sind. Jugendliche Partygänger machen es möglich. Offiziell ist die Rede von 200 positiv getesteten Rückkehrern vom „Austria goes Zrće“ Festival der Insel Pag in Kroatien vom 17. bis 24. Juli. Bundesrettungskommandant Gerry Foitik spricht auf Twitter bereits von 350 Fällen.

Christine Haberlander (ÖVP) forderte in dem Zusammenhang vor allem junge Menschen auf, sich impfen zu lassen. Allerdings kommt dieser Aufruf etwas spät, denn das Festival mit 19.000 Partygästen ist vorbei und die Reiserückkehrer sind größtenteils wieder in Österreich.

Die Dunkelziffer der Neuinfizierten dürfte unüberschaubar hoch sein. Martin Reitstätter, der Geschäftsführer vom Veranstalter New Generation Event & Touristik zeigt sich überrascht.

Eine Teilnehmerin berichtet: „Dieser Veranstalter hat mit einem „großen Hygienekonzept Werbung gemacht“, vor Ort hat man aber relativ schnell gesehen, „wie wenig dieses wirklich ernsthaft umgesetzt wurde“. Unter anderem hat man das Festivalgelände unkontrolliert betreten können. Beim Haupteingang wäre durchaus strikt kontrolliert worden, an den Seiteneingängen – wo die Frau mit ihren Freunden in der Nähe wohnte und das Festivalgelände deswegen dort betrat – allerdings nicht. Und „auch wenn man teilweise am Eingang der Clubs nach Ausweis und grünem Pass gefragt wurde, wurde dieser nicht unbedingt immer gescannt, und manchmal wurde man auch einfach nur durchgewunken.“

Veranstalter Reitstätter weist die Vorwürfe entschieden von sich und auch der Bürgermeister von Novalja, Ivan Dabo, jenem Ort auf Pag, wo vergangene Woche Tausende Österreicher Party gemacht haben, bestreitet sogar die Teilnehmerzahl. Wen wundert es? Schließlich geht es bei Betreiber und allen verbundenen Institutionen nicht um Sicherheit, sondern um GELD.

Dass die 3-G Regel bei solchen Veranstaltungen nichts bringt, weiß der Umweltmediziner Hans-Peter Hutter: „Drei-G-Regel „nett, wenn man Essen gehen will“, für solche Großveranstaltungen sei sie aber schlicht ungeeignet. 8.000 Menschen die tagelang sehr eng und da und dort auch noch schmusend Party machen, das könne nur zu einem hohen Infektionsgeschehen führen, wenn nicht alle regelmäßig getestet werden. Geimpfte und Genesene können sich sehr wohl noch mit Corona infizieren. Auch wenn sie eine geringere Virenlast ins sich tragen, sind sie für andere Menschen weiterhin ansteckend. „In dem Fall ist es sogar egal, ob man im Freien ist“, sagt Hutter. „Wenn man stundenlang bei solchen Events so nah beieinandersteht, geht es nicht mehr um die Aerosole, sondern um die direkte Tröpfcheninfektion.“

Und die Teilnehmer? Sie leben nach dem Motto „Hauptsache Party“. Offenbar halten sie sich für unsterblich, denn gerade diese Gruppe, in der auch die meisten Corona-Leugner zu finden sind, halten sich sowieso an nichts. Taugt also die heute Jugend noch für irgendetwas, wenn es um andere Dinge, als nur um ihr persönliches Vergnügen geht? Ich habe da meine Zweifel, denn auch Appelle, sich wenigstens impfen zu lassen, scheinen nicht auf fruchtbaren Boden zu fallen.

So warten wir also auf die nächsten Lockdowns, die nächsten Einschränkungen und die nächsten Ausgangssperren. Die Frage ist nur, wann der Tropfen kommt, der das Fass zum Überlaufen bringt, denn alles wird sich der Rest der Bevölkerung nicht mehr bieten lassen.

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Den Kanzler festnageln

In sozialen netzwerken liest man ja wirklich viel Schrott. Viele Fakemeldungen, viele unpassende Bemerkungen und vor allem viele „wertlose“ Angriffe gegen die Regierung. Jetzt wird versucht, Sebastian auf getätigte Aussagen „festzunageln“. Aussagen, die zum damaligen Zeitpunkt 100 % richtig waren, wenn man alle vorhandenen Fakten berücksichtigt.

Dass sich die Sachlage inzwischen dramatisch verschärft hat, spielt für solche Leute keine Rolle und das verhalten erinnert mich an das typische schwarz-weiß-Denken von Borderlinern.

Eine Aussage davon ist zum Beispiel, dass wir einen „normalen Sommer“ haben werden. Das war aber zum Einen VOR dem massiven Ansteigen der Corona-Zahlen mit der Delta-Variante, die inzwischen 95 % des Infektionsgeschehens ausmacht und zum Anderen konnte man davon ausgehen, dass der Impffortschritt schneller vorangeht – bzw. dass die Impfquote deutlich höher sein würde.

Eines der Scheinargumente von Impfgegnern ist ja nach wie vor, dass es trotz Impfung zu Neuinfektionen kommen kann. Dabei ist das gar nicht so verwunderlich, denn die Möglichkeit einer Ansteckung wird durch die Impfung nicht völlig unterbunden, sondern nur drastisch reduziert. Das Hauptmerkmal liegt einfach darin, dass ein Aufenthalt auf Intensivstationen vermieden werden soll. und wer denkt, dass ihm mit der Impfung rein gar nichts passieren kann, der hat eine Impfung – gleich welcher Art – sowieso nicht verstanden.

„Das Virus wird bleiben. Das wird in einem Jahr noch da sein, das wird in drei Jahren noch da sein, das wird in fünf Jahren noch da sein“. Damit hat Sebastian auch recht, denn ein Virus verschwindet nicht so einfach. Schon gar nicht bei so vielen Impfverweigerern und Corona-Leugnern.

Auch die Masken werden nicht ganz verschwinden: „So viel Freiheit wie möglich, so viel Einschränkung wie notwendig. Das ist österreichweit die 3G-Regel in gewissen Bereichen und lokal kann man, wenn es notwendig erscheint, dann sicherlich mit Maske einen zusätzlichen Beitrag leisten.“ Natürlich können in bestimmten Bereichen nach wie vor Masken auch vorgeschrieben werden.

Für diejenigen, die sich dann auch noch über die 3-G Regel aufregen, hat Sebastian auch noch diese Botschaft: „Die 3G-Regel hilft uns definitiv und ich glaube sie ist nicht ein so großer Eingriff in die Freiheitsrechte der Bevölkerung, wie wenn gewisse Bereiche ganz geschlossen wären!“ Auch wenn Manche denken, dass sowieso nicht wieder alles geschlossen wird – man sollte sich nicht darauf verlassen. Mehr noch: In anderen Ländern wird es bereits praktiziert, dass zum Beispiel die Gastronomie NUR für nachweislich geimpfte zugänglich ist. Und nicht einmal das wäre eine Impfpflicht, denn es muss sich niemand impfen lassen – es muss aber auch Keiner die Gastronomie besuchen.

Wer sich da auf seine „Grund und Freiheitsrechte“ beruft, der sollte daran denken, dass es auch das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit gibt. Und dieses Recht ist deutlich höher anzusiedeln.

Auch für Reiserückkehrer gibt es etwas: „Wir haben im letzten Sommer erlebt, dass es zum Beispiel bei Rückreisenden aus Kroatien gar nicht so einfach ist, jeden an der Grenze zu kontrollieren“, meint Sebastian. Ich sehe das vielleicht etwas „einfacher“: Keine Tests, aber wer nicht nachweislich geimpft ist, kommt nicht ins Land – Punkt! Diese „Impfpflicht“ gibt es auch in anderen europäischen Ländern und ich sehe keinen Grund, warum man das in Österreich nicht auch so handhaben sollte.

Was aber gar nicht geht: Sebastian auf Aussagen festnageln, die unter ganz anderen Voraussetzungen getätigt wurden. Mit solchen Leuten zu diskutieren, hat für mich jeden Sinn verloren.

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Gesundregel?

Ich habe wirklich gedacht, dass Herbert Kickl sich erst an den Chefsessel gewöhnen muss, bevor er zum Sturmangriff gegen die Regierung bläst. Aber offenbar hat er da ja schon lange geübt. Seine Kritik am Krisenmanagement der Regierung hat nun wirklich nicht lange auf sich warten lassen: „Solange die 3-G-Regel in Kraft bleibt, gibt es keine echte Freiheit“

Dahinter vermutet er eine passive Impfpflicht: „Durch das abstruse Testregime will man die Menschen dazu bringen, sich impfen zu lassen“ Dabei ist das nicht nur logisch, sondern eine möglichst hohe Impfquote vermindert das Risiko von massiv steigenden Infektionszahlen. Und die werden noch früh genug kommen – wenn der Tourismus wieder im Vollbetrieb ist, die ungarischen Fußballfans, welche die Stadien ohne Sicherheitsmaßnahmen gefüllt haben zumindest durch Österreich durchfahren und sich weitere Mutationen – neben Delta – breit machen.

Außerdem ist die 3-G Regel keine rein österreichische Geburt, sondern zumindest eine Gesamteuropäische – wenn man von denjenigen absieht, die sich – wie Ungarn – sowieso an nichts halten.

Durch die 3-G-Regel wird nach Kickls Ansicht jeder Österreicher unter Generalverdacht gestellt. „denn das vierte G – gesund – wird geflissentlich ignoriert“ Seit Vergleich hinkt allerdings: „Im Strafrecht gebe es die Unschuldsvermutung. „Und in diesem Bereich sollte generell die Gesundheitsvermutung gelten“ ich würde mir aber an seiner Stelle keine Hoffnungen machen, denn ich würde ihm eine „Gesundheitsvermutung“ niemals bestätigen. Aber das ist eine andere Geschichte.

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Verkehrte Welt

Es hat schon seinen Sinn, dass sich Menschen in medizinischen und sozialen Berufen gegen Covid-19 impfen lassen müssen. Andere können, müssen sich aber nicht impfen lassen. Doch die 3-G Regel (Geimpft, getestet oder genesen) ist nicht nur sinnvoll, sondern sind auch die einzigen Möglichkeiten, am halbwegs normalen Leben wieder teilzunehmen.

Ganz anders sieht das ein Münchner Unternehmen. Die Inhaber des Hofer Trachtenlod’n verweigern geimpften Personen den Zutritt zum Geschäft: „Wir sind ein kleines Saison-Geschäft und letztes Jahr hatten wir Umsatzeinbußen von 90 Prozent. Jetzt, da wir wieder normal öffnen dürfen, wollen wir  klarmachen, wo wir stehen“ Nur Nicht Geimpfte sind willkommen. Die möglichen Kunden werden erst einmal gefragt, ob sie geimpft sind. Wenn die Antwort positiv ausfällt, werden sie gebeten, das Ladenlokal zu verlassen.

Die beiden Geschäftsführer meinen: „Dieser Impfstoff ist nicht getestet. Alle anderen Impfstoffe wurden immer getestet, das ist gar kein Problem. Aber diesem Mittel vertrauen wir nicht.“ Angeblich haben die Eheleute eine Covid-19 Erkrankung überstanden.

Natürlich ist das absoluter Blödsinn, denn ohne, dass ein Impfstoff getestet wird, bekommt er keine Zulassung. Nebenbei bemerkt habe ich selbst gestern die 2. Impfung erhalten und außer ein paar Kopfschmerzen gab es keine „Nebenwirkungen“, die ja nichts anderes sind, als eine Impfreaktion.

Ich habe vollstes Verständnis dafür, wenn ein Geschäftsinhaber niemanden ohne die 3-G Regel reinlässt (was er auch nicht darf). Aber es ist eine verkehrte Welt, wenn jemand Nicht Geimpften den Zutritt verwehrt. Das kann der Betreffende natürlich machen, aber dann sollte er nie wieder auch nur einen Cent Umsatz machen. Er hat ja die freie Wahl, aber ein weiterer Lockdown wird ihm wohl nicht mehr ein arbeitsfreies Einkommen bescheren, an das sich ja Manche so sehr gewöhnt haben.

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Etwas für ganz Naive

Der Grüne Pass soll für die drei G – Geimpfte, Genesene und Getestete – künftig die digitale Zutrittskarte zu Restaurants, Veranstaltungen, etc. sein. bereits vor Erscheinen gibt es die App „Corona Green Pass Austria“ zum Runterladen. Werbung wird in Sozialen Medien dafür genug gemacht. Diese App soll dieselbe Funktionalität wie der offizielle Grüne Pass haben.

Allerdings – es handelt sich um eine Fake-App, die zwar täuschend echt aussieht und zumindest oberflächlich irgendwie funktioniert, aber eben nicht der offizielle grüne Pass ist. Welchen Sinn diese App für den Anbieter hat? Name und Sozialversicherungsnummer müssen eingegeben werden. die an Unbekannte geschickt werden. Damit bekommt man in Verbindung mit der „Universalcard“, die Ärzte verwenden Zugang zu allen Personaldaten – ebenso wie zu allen Gesundheitsdaten.

Außerdem ist es Urkundenfälschung, wenn man sich mit so einem QR-Code Zutritt zu Einrichtungen verschafft, die der 3-G Regel unterlegen. Kostenpunkt: Mehrere tausend Euro oder bis zu 1 Jahr Knast. Es sollte außerdem zu denken geben, dass es die offizielle App noch gar nicht gibt. Und bevor man irgendwo seine Daten eingibt, sollte man darauf achten, dass nur Seiten mit der Endung :“gv.at“ von einer österreichischen Behörde stammen.

Dumm ist nur, dass man mit der Verwendung dieser Fake-App ganz leicht auffliegen kann, weil keine der von der App am Smartphone gespeicherten Daten in den offiziellen Datenbanken aufscheint. Eine einfache behördliche Kontrolle der 3-G Regel schickt den Verwender möglicherweise direkt in den Bau. Ob sich das Risiko lohnt?

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Aufgeben kann man einen Brief, aber niemals sich selbst. Das ist keine Option.