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Archiv der Kategorie: Innenpolitik

Heil Kickl?

Heil Kickl?

So stellt sich er epidemiologische Geisterfahrer offenbar seine Position vor. Alles liegt ihm zu Füßen und er hat die uneingeschränkte Macht. Obwohl – die Macht der Dummheit hat er ja schon für sich gepachtet. Sein neuster Streich: Eine „Ermahnung“ an den Bundespräsidenten. Er soll vorher noch mit impfkritischen Ärzten und Juristen Gespräche zu führen, sonst macht er sich zum Erfüllungsgehilfen der Regierung.

„Dieses Gesetz ist keines wie jedes andere, das zur Unterschrift auf dem Schreibtisch des Präsidenten landet. Daher muss auch Van der Bellen das gesamte Spektrum der Expertenmeinungen anhören, bevor das Gesetz in Kraft tritt“, meint der Impf-Taliban.

Und als Witzmeldung des Tages: Er bietet dem Staatsoberhaupt gerne seine Dienste als Vermittler an, um ehest mögliche Gespräche zwischen Van der Bellen und impfpflichtkritischen Experten zu führen“. In einer Aussendung meint Kickl: „Bislang hat er beim Thema Corona in erster Linie durch Gesprächsverweigerung geglänzt – oder er ist überhaupt auf Tauchstation gegangen. Es ist höchst an der Zeit, sich mit dem innenpolitischen Top-Thema auch inhaltlich auseinander zu setzen“

Immerhin hätte Van der Bellen unmittelbar nach der Angelobung den Österreichern versprochen, dass er Gräben zuschütten will. „Jetzt wäre der Zeitpunkt, endlich damit anzufangen“. Der Minderheiten-Schwätzer will offenbar mit völlig anderen Themen seine Protestaktionen gegen ein Vernunftgesetz fortsetzen. Was auch immer deutlicher wird – er sieht sich offenbar als Möchtegern-Staatsoberhaupt. das dürfte nur eine seiner vielen Persönlichkeiten sein – neben Goebbels und Goering.

Ich werde jedenfalls niemals Klein-Herbert mit „Heil Kickl“ grüßen – auch wenn das in seiner Fantasie eine zentrale Rolle spielen dürfte. Es ist an Frechheit kaum zu überbieten, dass sowas den Bundespräsidenten „ermahnen“ will.

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Wahlentscheidende Umfragen?

Wahlentscheidende Umfragen?

Auch, wenn die Angriffe gegen die ÖVP extrem lästig sind und in Bezug auf den Vorwurf „Korruption“ immer wieder gerne hervorgekramt werden, so haben sie doch etwas, das sich in der Politik nur selten findet. Die angeblich „wahlentscheidenden Umfragen, die Studien von Meinungsforscherin Sabine Beinschab, stehen im Zentrum der „ÖVP-Inseratenaffäre“, die für die Hetzer im ÖVP-Untersuchungsausschuss maßgeblich sein soll.

So sollen wohlwollende Umfragen für Sebastian Kurz erstellt worden sein. Interessant ist, wie diese Umfragen aussehen müssen, damit sie wahlentscheidend sind und die WKStA freut sich darüber, wie ein kleines Kind. Beinschab hat z.B. im Auftrag des Finanzministeriums die Strahlkraft von Politikern und Parteien in einer Umfrage „ermittelt“ Was das Ergebnis mit der „Strahlkraft“ von Politikern zu tun haben soll, ist mir nicht so ganz klar. Aber ich verstehe wohl nicht viel vom Zusammenhang von Umfragen und Wählerverhalten.

So wurden Parteien mit Automarken und Politiker mit Tieren verglichen. Demnach wäre die ÖVP Ein VW Käfer, die SPÖ ein Ford, ein Opel, bestenfalls ein alter VW Bus und Die FPÖ ein getunter Golf GTI. Welch eine politische Qualifikation!

Die Politiker im Rampenlicht: Sebastian Kurz ein Delfin, Christian Kern ein Pfau, Reinhold Mitterlehner ein Schimpanse, Hans-Peter Doskozil, ein Wildschwein, und Heinz-Christian Strache ein bissiger Deutscher Schäferhund. Mir fehlt dabei nur Kickl als Ratte, die sich am wohlsten im braunen Dreck fühlt. Aber der war wohl damals noch nicht tagesaktuell.

Bei der Einschätzung der Familienzusammengehörigkeit wäre die ÖVP als Großvater/Vater glaubhaft, die SPÖ als Großmutter/Mutter, die Grünen als Tochter, die FPÖ als Sohn und schwarzes Schaft der Familie und die NEOS als „Person, die nicht immer da ist“. Also sowas wie ein Hausfreund, eine Nichte oder ein Vater, der auf Dienstreise ist.

Alles in allem sicherlich ganz wichtige Ergebnisse, die bei Kleinkindern vielleicht wahlentscheidend wären. Dumm, dass diese Kinder (noch) nicht wählen dürfen. Ich sehe zwar die Sinnhaftigkeit von solchen Umfragen nicht. Weitere „verdächtige Studien“ wären „Wirtschaft- und Budgetpolitik“, „Betrugsbekämpfung“ und „Nulldefizit“. Gesamtkosten: 230.000 Euro.

Dass Sabine Beinschab diese Kosten dem Finanzministerium in Rechnung gestellt haben soll, ist auch für mich recht seltsam und wenn Mitarbeiter in diesem Ministerium diese angeblich vertrauenswürdigen Studien einfach abgezeichnet haben sollten, dann wäre es vielleicht Schlamperei, aber niemals Korruption.

Und dass sich Jan Krainer jetzt darüber beschwert, dass ein Berg irrelevanter Akten geliefert wurde, so ist das wohl sein Problem. Es wurde geliefert, was da ist und wenn ihm das nicht passt, wird die SPÖ wohl wieder einmal Silberstein beauftragen müssen, der alles „passend“ macht. Der ÖVP daraus einen Strick drehen zu wollen, dürfte aber auch dieses Mal beim zweiten Untersuchungsausschuss mit Angriffsziel ÖVP in die Hose gehen.

 

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Es hat schon seinen Grund

Es hat schon seinen Grund

Nicht nur ich finde es sehr befremdend, was seit Kickl in der FPÖ los ist. Ohne dem leidigen Corona-Thema ist von den einst Liberalen nicht mehr viel übrig. Dabei gibt es nicht einmal einen Arzt in einer wichtigen Funktion – außer dem Möchtegern-Doc „Meister Kickl“, der nur allzu gerne in dieser „Funktion“ seine Forderungen stellt: „Weg mit dem Impfzwang“, „Weg mit dem Testwahnsinn“, „Weg mit dem Maskenzwang“, „Weg mit dem Lockdown für Ungeimpfte“, „Weg mit den Einsperrfantasien„.

Es hat schon seinen Grund, warum es in der Partei keinen seriösen Arzt gibt, der auch nur eine dieser Forderungen mitträgt. Für einen Solchen wäre es ein absoluter Gewissenskonflikt zwischen Berufsethos (Impfbefürwortung) und Parteidisziplin (Impfgegnerschaft). Es ist zwar völlig klar, dass nach und nach alle Maßnahmen auch wegfallen werden, aber der Zeitpunkt ist denkbar ungeeignet – zumal diese Omikron-Welle noch nicht einmal ihren Höhepunkt erreicht hat. Dieser wird erst Anfang bis Mitte Februar erwartet.

Nicht einmal seine „Wurmtruppen“ sind sich einig. Natürlich gibt es keine öffentliche Kritik aus eigenen Reihen und sogar ein Großteil ist selbst geimpft. Als „Zeichen der Solidarität“ tragen allerdings die Blau-Braunen keine Masken. Es ist davon auszugehen, dass bei einem ordentlichen Parteitag im heurigen Jahr Kickl und seine Aggro-Strategie auf dem Prüfstand stehen.

In diesem Jahr werden sich die FPÖ-Granden entscheiden müssen, ob sie wieder politikfähig sein wollen, oder immer weiter nach rechts ausscheren. Rechtsradikale Politiker, wie Kickl handeln gerade noch innerhalb der verfassungsmäßigen Grundordnung – auch wenn die Grenzen zum radikalen und gewalttätigen Rechtsextremismus immer häufiger überschritten werden.

Es hat schon seinen Grund, warum in erster Linie das rechtsextreme Spektrum von Kickl bedient wird. Das sind „sichere“ Wählerstimmen und Keiner beherrscht das Fischen im Piranhateich so wie der Impf-Taliban. Sein Rezept ist so simpel, wie die Zubereitung von einem Frühstücksei: Unzufriedenheit in der Bevölkerung schüren, Lügen verbreiten und gegen die Regierung hetzen. Dabei bietet er eine scheinbar einfache Lösung an und die heißt Kickl. Dass er kein einziges der vorhandenen Probleme auch nur ansatzweise lösen könnte, versucht er, mit seiner Aggro-Strategie zu verschleiern.

Es hat schon seinen Grund, warum die FPÖ in der Führungsriege nur unqualifizierte Schreihälse hat. Jemand, der in der Lage ist, wenigstens ansatzweise von zwölf bis Mittag zu denken, kann unter Kickl keine wichtige Position bekleiden. Solche „Mitarbeiter“ wären ein zu hohes Risiko für den so „hart an seiner Position arbeitenden“ Parteichef.

Es hat schon seinen Grund, warum sich die FPÖ so sehr am Thema „Corona“ wie ein Kettenhund festbeißt, denn realistisch betrachtet, ist es das EINZIGE Thema, mit dem man zumindest einen bestimmten Teil der Bevölkerung erreicht. Es ist allgegenwärtig und es betrifft jeden. Aber was passiert, wenn plötzlich Corona nicht mehr präsent ist? Die gegenwärtig 20 %, die Kickl ködern kann, gäbe es ohne Corona nicht und die Partei dürfte mit dieser Strategie dorthin zurückkehren, wo sie hingehört – irgendwo zwischen 3 % und 8 %. Das Flüchtlingsthema ist zwar nach wie vor vorhanden, aber es reicht eben nicht, um der ÖVP diesbezüglich den Rang abzulaufen, denn auch die diesbezügliche Position der ÖVP ist klar.

Wenn die FPÖ nicht lernt, mit zivilisierten Leuten ihre Positionen zu besetzen und nur mit ihrer Krawalltruppe arbeitet, wird es mittelfristig eine liberale (offiziell blaue) Partei nicht mehr lange geben, wenn erst das aktuelle Leitthema Geschichte ist.

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Rechts, rechter, FPÖ

Rechts, rechter, FPÖ

Während die Zustimmung zur Impfpflicht immer größer wird – laut einer Umfrage von Unique Research liegt die Zustimmung zwischen 83 (ÖVP) und 66 Prozent (NEOS) – radikalisiert sich die FPÖ immer weiter. Es geht im aktuellen Fall um Peter Aschauer, der neue Büromitarbeiter des Generalsekretärs Michael Schnedlitz und seit rund einem Jahr Landesobmann der Freiheitlichen Jugend Burgenland.

Seine Nähe zu den Identitären ist ebenso bekannt, wie die gemeinsamen Auftritte bei Veranstaltungen und Corona-Demos direkt neben Identitären und Neonazis. Schnedlitz hat dazu eine ganz eigene Meinung: „Es gibt in der FPÖ keine Diskussion zu diesem Thema. Bei der Identitären Bewegung handelt es sich aus unserer Sicht um eine Art NGO auf der rechten Seite„.

Der einstige Vorstandsbeschluss: „Es wäre nicht möglich, gleichzeitig bei den Identitären und der FPÖ Mitglied zu sein“ ist vergessen und Michael Schnedlitz stellt sich klar hinter Aschauer: „Peter Aschauer hat gute Arbeit geleistet bei der freiheitlichen Jugend. Man muss politischen Nachwuchs fördern„. ich frage mich zwar, was rechtsextreme Terroristen mit dem politischen Nachwuchs zu tun haben, aber es passt in das Bild der FPÖ.

Aschauer sagt dazu: „Ich bin kein Mitglied der Identitären Bewegung – wobei es durchaus sein kann, dass diese freiheitliche Positionen vertritt und es inhaltliche Überschneidungen gibt. Etwa, wie übrigens auch Greenpeace in der Frage zu Atomstrom“ Nur damit ich das auch richtig verstehe: Er vergleicht die Identitären mit Greenpeace. Ein Schlag ins Gesicht ALLER NGOs.

Dass der Verfassungsschutz die Identitären seit ca. 10 Jahren als eine der wesentlichen Trägerinnen des modernisierten Rechtsextremismus auf dem Schirm hat und diese „Organisation“ z.B. in Frankreich bereits verboten ist, spielt auch für die FPÖ keine Rolle. Vielleicht sollte der Verfassungsschutz die gesamte FPÖ unter die Lupe nehmen. Gründe genug würden mir dazu einfallen.

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Ebenen des Misstrauens

Ebenen des Misstrauens

Misstrauen gegenüber „Andersdenkenden“, gegenüber jeder Autorität, gegenüber allem, das unbequem erscheint, hat System. Doch dieses Misstrauen ist vor allem die eigene Ohnmacht, sich und die unmittelbare Umwelt nicht mehr im  Griff zu haben. Je eingeschränkter der Horizont ist, umso radikaler erscheinen Personen, die offenbar in verschiedenen Ebenen denken.

Ebene 1

Hier wird in erster Linie alles aufgesaugt, was einfach und billig – d.h. ohne große Einschränkungen – zu haben ist. Das Internet ist dabei der hilfreichste Komplize. Im Gegensatz zu früher, als man sich noch durch unzählige Bücher durchkämpfen musste, um wenigstens ein paar Informationen zu bekommen, reichen heute ein paar Klicks, um so ziemlich jeden Blödsinn als absolute „Wahrheit“ anzunehmen. Bequeme Antworten auf Fragen, die nicht so einfach zu beantworten sind.

Einerseits wird von der Gesellschaft verlangt, dass man Dinge aus eigener Kraft schafft und andererseits fühlt man sich als Getriebener unkontrollierbarer Kräfte. Das beste Beispiel ist da Bill Gates. Die Frage, warum ein einzelner Mann so viel Geld hat, während andere nicht einmal ihre Stromrechnung bezahlen können, übersteigt den Horizont von vielen Menschen.

Arbeitszeiten werden flexibler, länger und unregelmäßiger, der weitere Berufsweg ist voller Unsicherheiten und Kinder muss man sich schon leisten können. Dieser Kontrollverlust führt auf direktem Weg in die Verschwörungsfalle, die nur allzu gerne angenommen wird.

Ebene 2

Wenn man sieht, dass aus eigener Kraft nicht zu erreichen ist, was man sich für sein Leben vorstellt, muss der Logik nach jemand verantwortlich sein, der über einem selbst steht. Das ist in den Köpfen der meisten Menschen der Staat. Darüber scheint es gar nichts mehr zu geben. Daher ist das Hassobjekt in dieser Phase eben der Staat, der nicht dafür sorgt, dass Erwartungen erfüllt werden und da an der Spritze des Staates die Regierung steht, MUSS ganz einfach die Regierung an allem Übel schuld sein. So wird die 2. Ebene des Misstrauens erreicht und die ist schon gefährlich genug, denn sie beinhaltet bereits die Gewaltbereitschaft gegen jede Art von Autorität.

In diesem Stadium wird nach der eigenen Identität gesucht und die findet man am ehesten unter Gleichgesinnten. Unzufriedene, die ihr eigenes Leben nicht mehr auf die Reihe bekommen, sich zu lautstarken Demonstrationen versammeln, wobei es völlig egal ist, wogegen sie demonstrieren, denn es zählt nur das „Wir-Gefühl“. Die rechtsradikalen Rattenfänger wie Kickl und Co freien sich, denn durch diese Leute finden sie eine scheinbare Zustimmung, die sie sonst nie erfahren würden.

Ebene 3

Hier sind wir teilweise schon angekommen. Es ist das Misstrauen gegen andere Mitmenschen, die ganz andere Gedankengänge haben. Diejenigen, die noch nicht von dem Virus des Misstrauens befallen sind und vielleicht gerade einmal das erste Stadium (wenn überhaupt) erreicht haben. Dieses „erweiterte“ Misstrauen, richtet sich nicht nur gegen Autoritäten, sondern gegen alle, die nicht in das Schema dieser Misstrauens belastenden passen. Ärzte, Pflegepersonal, alle, die ihnen widersprechen und die noch halbwegs klar denken können, um einen unhaltbaren Zustand, den das Virus seit knapp 2 Jahren verursacht, einzuschränken bzw. zu beenden. Es ist die gefährlichste Phase, die bei den Misstrauischen jede Hemmung fallen und der Aggression freien Lauf lässt.

Die vierte Ebene würde den Bürgerkrieg bedeuten, denn irgendwann werden auch die geduldigsten denkenden Menschen nicht mehr einfach nur zusehen und was passiert, wenn auch das tägliche Leben der geimpften Bevölkerung (die aktuellen Feindbilder) so massiv eingeschränkt wird, dass es nicht mehr „lebenswert“ ist? Wenn die Exekutive die friedlichen Menschen nicht mehr schützen kann und auch bei ihnen z.B. keine Lebensmittel mehr ankommen? Diese Ebene will ich gar nicht sehen, doch sie ist auch nicht so weit weg, wie man annehmen möchte.

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Impfpflicht beschlossen

Impfpflicht beschlossen

Es war schon zu erwarten, dass es einen positiven parlamentarischen Beschluss zur Impfpflicht gibt Dennoch gab es einige Überraschungen. Zum einen die große Mehrheit von 80 % der Abgeordneten und dann waren da noch kleinere Überraschungen dabei.

137 Abgeordnete von ÖVP, Grünen, SPÖ und NEOS haben dafür gestimmt, nur 33 Abgeordnete waren dagegen – davon 28  wenig überraschend von der FPÖ. Von Kickl gab es in üblicher Lautstärke eine Hetzrede und gleichzeitig die Ankündigung, gegen das Gesetz verstoßen zu wollen. Dumm ist nur, dass er die dafür vorgesehenen Strafen wohl aus der Portokasse zahlen wird.

SPÖ-Gewerkschafter Josef Muchitsch hat ebenso dagegen gestimmt, wie Gerald Loacker, Johannes Margreiter, Stephanie Krisper und Fiona Fiedler von den NEOS. Vier weitere SPÖ Mandatare waren „krankheitshalber“ entschuldigt. Bekannt ist aber, dass die Gewerkschafter Rudolf Silvan und Petra Vorderwinkler sowie der SPÖ-Rebell Max Lercher gegen die Impfpflicht sind. Gudrun Kugler ist neben drei anderen ÖVP Mandataren ferngeblieben.

Unstimmigkeiten dürfte es wohl im Hause Strache geben. Während Heinz-Christian Strache  regelmäßig Anti-Impf-Demos der FPÖ besucht, hat die fraktionsfreie Philippa Strache für die Impfpflicht gestimmt.

Eine völlig unnötige Unterbrechung der Debatte hat sich natürlich die FPÖ geleistet. Ein Antrag der FPÖ zum Thema „Aspiration bei intramuskulärer Injektion“. Dieser Antrag sollte darauf hinauslaufen, dass der „böse Impfstoff“ direkt in die Blutbahn gelangen könnte. Dumm ist nur, dass im Grunde genommen jedes Kind weiß, dass es an der Außenseite des Oberarms keine entsprechenden Blutgefäße gibt.

Da die Regierung auch im Bundesrat eine Mehrheit hat, ist die Vorlage des Gesetzes nur eine Formsache und es wird wie geplant in Kraft treten. Die Immunität von Herbert Kickl wurde wegen Verstöße zur Maskenpflicht übrigens aufgehoben, da dies nicht in Zusammenhang mit seinem Mandat steht.

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Von Parlamentariern zu Jüngern

Von Parlamentariern zu Jüngern

Der arme Herbert Kickl. Er muss völlig verzweifelt sein, wenn er schon fast knie fallend an die Parlamentarier appelliert, bei der morgigen Abstimmung gegen das Impfpflichtgesetz zu stimmen. Offenbar empfiehlt er genau das, wozu ER nicht bereit ist. Eine 180 Grad Wende.

So meint er, dass es keine Schande wäre, sich zu besinnen und vom „falschen Weg“ abzukehren und er greift dabei tief in die Schnulzenkiste: „Auch Saulus hat sich im letzten Moment noch besonnen und wurde dadurch zum Paulus. „Denken Sie in diesen Stunden alle an diesen „Mann, den Sie alle als Paulus kennen“ Dazu muss ich sagen, dass er sich mir noch nicht vorgestellt hat und ich bin davon überzeugt, dass kein Parlamentarier plötzlich zum Jünger wird. Und schon gar nicht zu Kickls Jünger – wenn er es nicht ohnehin schon ist.

Das zur Beschlussfassung vorliegende Impfpflichtgesetz wäre eine Abkehr von Freiwilligkeit und Selbstbestimmung und hinein in die Unmenschlichkeit, des Zwanges und den Totalitarismus: „Denken Sie darüber nach, was es bedeutet, ein Volksvertreter zu sein“. Vielleicht meinte er auch „Volksverräter“. Aber die Gehirnwäsche geht noch weiter: „Denken Sie an die Menschen, die Sie gewählt haben und denen Sie jetzt ihre Grund- und Freiheitsrechte absprechen. Alle Geimpften, Ungeimpften und Genesenen werden damit der Willkür dieses Gesundheitsministers ausgeliefert. Wollen Sie das wirklich tun? Wollen Sie das wirklich und halten Sie das für richtig?“

Die Antwort ist JA, NATÜRLICH wollen wir das Leben und die Gesundheit der Bevölkerung schützen. Ganz im Gegensatz zu unserem kleinen Impf-Taliban. „Sie können sich nicht aus der Verantwortung stehlen, in der Entscheidenden Stunde versagt zu haben“, meint Kickl und er kennt das Gefühl des Versagens sehr gut. (Nicht wahr, Herr Ex-Innenminister?)

Komisch ist allerdings, dass er an das Gewissen der Abgeordneten appelliert – wo es doch genau das ist, was er nicht besitzt. Kickl muss wohl letzte Nacht sowas wie Rosamunde Pilcher gesehen haben, oder noch Schlimmeres. Wenn man ihn so hört, könnte man glauben, der Satan bewirbt sich um eine Heiligsprechung beim Papst. Doch seine „Unheiligkeit“ wird sich spätestens bei einer der nächsten Demonstrationen sehr deutlich zeigen, wenn er die Kreide, die er heute gefressen, erst einmal verdaut hat.

 

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Das große Interview (SATIRE)

Das große Interview (SATIRE)

Natürlich handelt es sich dabei um ein fiktives Interview, aber genau so könnte es ablaufen. Als Erstes fällt auf, dass der blau-braune Möchtegern-Führer wirklich Geschmack hat, wenn man sein Häuschen, den Berghof betritt. Im pompösen Wohnzimmer ziert ein riesiger Wandverbau im altdeutschen Stil – Eiche rustikal – den Ort der sorgsamen Planung wofür auch immer.

Im Hintergrund die zarten Klänge des Horst-Wessel-Liedes, während er gerade das Mittagessen serviert bekommt: Eiernockerl mit Gurkensalat. Auf dem Tisch eine handsignierte Erstausgabe von „Mein Kampf“ – der ganze Stolz im Hause des Möchtegern-Führers. Das überrascht mich allerdings nicht wirklich. Irgendwo müssen ja seine „genialen Ideen“ auch ihren Ursprung haben.

Auf die Frage, ob seine politischen Ansichten heute noch zeitgemäß wären, antwortet er, wie aus aus der Armee-Dienstpistole, die zufällig einer seiner Jünger bei einem Trainings-schießen im Luftschutzkeller vergessen hat: „Selbstverständlich ist alles zeitgemäß. Man muss sich nur ansehen, wie viele Fans bei meinen Kundgebungen zugegen sind, um meine großartigen Reden zu hören.“ Von den unzähligen Packungen MAOAM als Bestechung, die er schon für die nächste Demo in seinen gepanzerten Mercedes-Benz 770 eingeladen hat, sagt er nichts.

Nächste Frage, die alle brennend interessiert: „Hatten Sie nie Bedenken, wegen der Aussage, Flüchtlinge in Lagern konzentrieren zu wollen, irgendwann zur Verantwortung gezogen zu werden?“ Kickl – ganz entspannt: „Nein, warum auch? Ich habe ja damit gerechnet, in absehbarer Zeit Reichsbundeskanzler zu werden. Außerdem bin ich schon alleine durch Ivermectin voll immunisiert

In diesem Zusammenhang die Frage, ob Sie niemals Bedenken hatten, dieses Pferde-Wurmmittel zu hoch zu dosieren? DDr. Kickl kennt sich aber aus: „Die empfohlene Einzeldosis ist 0,2 mg Ivermectin pro kg Körpergewicht. Das macht nach meiner Rechnung 6,42 g für ein Pferd mit 600 kg. Der Rest kann bei meiner Pferdenatur ja noch nachgegeben werden – nur zur Sicherheit.“

Etwas anderes: „Finden Sie nicht, dass sie einen nicht unbedeutenden Teil der Bevölkerung durch diese Massenansammlungen ohne Schutzmaßnahmen einem erheblichen Risiko in Corona-Zeiten aussetzen?“ In seiner unnachahmlichen Art kontert der Impf-Taliban: „Warum denn? Gegen Wasserwerfer nehmen meine Fans ihre Kinder mit und damit sind sie vor der Staatsmacht geschützt. Gegen Covid-19 sind die meisten „meiner Leute“ ohnehin heimlich geimpft.“

Eine abschließende Frage: „Was bezwecken Sie wirklich mit diesen Demos?“ Eine 3 Minuten Bedenkzeit folgt, bevor die Antwort laut und deutlich, wie aus einem Megafon kommt: „Wenn es so aussieht, als ob das Volk einen Umsturz will, erspare ich es mir, den Reichstag … ähmm, das Parlament zu stürmen, um mir den Aluhut … ähmm, die Führerkrone aufzusetzen.“

Ja, so, oder so ähnlich könnte das Interview mit Klein-Herbert aussehen. Leider sind die Hintergründe aber nicht ganz so einfach zu durchschauen und so werden auch weiterhin tausende von Anhängern, die im Grunde genommen ganz genau wissen, WEM sie da folgen, seinen Worten Glauben schenken, denn es ist gar nicht so wichtig, was die Regierung macht. Die Devise ist: „Hauptsache dagegen“ und das scheint sehr gut anzukommen.

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Natürlich alles gewaltfrei?

Natürlich alles gewaltfrei?

Natürlich ist es immer besser, Menschen aufzuklären und sie von der Sinnhaftigkeit der Impfung zu überzeugen. Es erfordert auch sicher viel Arbeit und die Fähigkeit des Einzelnen, entsprechende Überzeugungsarbeit zu leisten. Doch einen sehr lauten Teil der Gesellschaft kann man nicht überzeugen, denn dieser Teil sieht keine medizinischen Gründe. Es sind diejenigen, die bereits so sehr verblendet sind, dass kein Zugang mehr möglich ist.

Man muss sich nur einmal die Kommentare beim Impf-Taliban betrachten, um festzustellen, dass jede Mühe vergeblich ist. So fürchte ich, dass die Aggressivität solchen Figuren auch in Zukunft zunehmen wird und wenn man liest, dass manche am Liebsten die Fremdenlegion einsetzen würden, um gegen die Mehrheit der Bevölkerung zu „kämpfen“, dann ist klar, dass wir uns auf mehr vorbereiten müssen, als nur auf ein paar gesellschaftliche Störenfriede.

Mit solchen völlig aus der Luft gegriffenen Aussagen und der zweifelhaften Kickl-Rhetorik ist klar, dass auch in Zukunft kaum ein Weg zueinander führt Welchen Geistes Kind die Anhänger von Kickl sind, kann man an den Kommentaren auf der Seite dieses Impftrolls sehen:

Möge uns Gott und die Französische Fremdenlegion im bevorstehenden Kampf beistehen.
Also Leute, MICH lasst Ihr besser aus dem Spiel 😀
Frage seid ihr auch zu extrem Opfern bereit ich kann euch nur sagen keine Angst ihr werdet nicht alleine sein.
Man braucht nicht viel Fantasie, um sich vorzustellen, welche „Opfer“ damit gemeint sind.
Wie ist es möglich, dass sich in Österreich nach so vielen Jahre“Ehrenmänner“ als Regierungsmitglieder diese „Buberl- und Weiberregierung“ solange hält – weg mit dieser Regierung !!
Daran sieht man, welchen Stellenwert die Gleichberechtigung bei solchen Leuten hat.
Liebe Politiker (nett ausgedrückt), das, was heute am Heldenplatz abgeht ist erst ein laues Sommernachtslüfterl … wartet mal ab, wenn ihr nicht einlenkt und gegen uns seid...
Ach ja? Und was kommt dann als Nächstes? Aus meiner Sicht eine Androhung von weiterer Gewaltexzesse.
Schön langsam dürfen Sie etwas unternehmen Herr Kickl! Nur reden alleine ist zu wenig!
Hier wird ausnahmsweise einmal Kickl zu Aktionen angestiftet, die mit Legalität wohl nicht mehr viel zu tun haben.
Eine Frage bitte : Wie sollen Menschen die sehr Arm sind, beim Impfzwang die Strafe Bezahlen wenn Sie sehr wenig Geld zum Leben haben wird ihnen dann das letzte Geld genommen ??
Was ist so schwer daran zu verstehen, dass niemandem etwas abgenommen wird, wenn man innerhalb der Gesellschaft bleibt und sich impfen lässt?
Mein Onkel ist auch nicht an Krebs gestorben, sondern 5 Tage nach seiner 2ten Impfung. Einen lieben Bekannten ging es genauso !!!!!! Er hatte Ebenfalls Krebs und verstarb kurz nach der 2ten Impfung.
Ach, ich bin sicher, einer geht noch. Bei „so vielen“ Todesfällen (angeblich nach einer Impfung) frage ich mich, ob die Betreffende nicht gerne Pilzgerichte kocht.
Karl Nehammer wird mit der Einführung des Impfpflicht Gesetz ”sein Waterloo erleben.
Etwa noch eine Drohung? Man weiß ja, wie das ausgegangen ist.
Seid ihr schon mal auf die Idee gekommen, dass die Mutante Omikron gar kein Virus ist, sondern eine Bestrahlung !!!!
Eine interessante Verschwörungstheorie – besonders, wenn man sich überlegt, wie verstrahlt jemand sein muss, wenn er an sowas glaubt.
Auf einer Intensivstation ist es immer gleich schlimm. 1. Die Betten sollen belegt sein, sonst nicht wirtschaftlich. 2. Die Arbeit ist und war immer aufwendig und anstrengend.
Dann werden Operationen wohl nur deshalb verschoben, damit auch in Zukunft die Bettenauslastung gesichert ist? (Falls die Patienten, die dringend auf eine OP warten, nicht vorher versterben)
Es wird Nie mehr ein normales Leben geben, außer ihr wollt so enden wie die Chip-Chinesen !!!!!
Hätten alle Chinesen jetzt einen Chip bekommen, gäbe es bei dem weltweiten Chipmangel (wegen der Rohstoffknappheit) sowieso keine Chips für uns „arme Europäer“ Also keine Panik!
Für mich ist bei solchen Aussagen eines ganz klar: Wenn diese „Überzeugungstäter“ etwas zu sagen hätten, dann würde es um uns alle sehr, sehr düster aussehen. Lieber Karl, ich bin durchaus auch der Ansicht, dass man lieber versuchen sollte, Menschen von der Sinnhaftigkeit und der Richtigkeit der Impfung zu überzeugen.
Aber im Ernst: WO will man da anfangen, wenn die eigene Blase im Kopf so undurchdringlich ist, dass man nicht einmal mehr für die elementarsten Dinge aufnahmefähig bleibt? Wenn diese Bildungsresistenten lieber zum Knüppel greifen, um ihre kranke Überzeugung zu verteidigen? Wenn der blau-braune Brandstifter die Bevölkerung mit abstrusen Thesen langsam vergiftet?
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FPÖ Faktenfeindlich Panisch Österreichfeindlich

FPÖ Faktenfeindlich Panisch Österreichfeindlich

Demonstrieren bis zum Bürgerkrieg, scheint das Motto der rechtsradikalen Gesinnungsgemeinschaft vom Impftroll Herbert Kickl zu sein. Anders ist es kaum erklärbar, warum solche – meist in Gewalt eskalierende – Aktionen sogar jetzt noch stattfinden, wo es doch gar keinen nachvollziehbaren Grund mehr geben kann, gegen die bereits fixe Impfpflicht vorzugehen.

Kickl will im zuständigen Gesundheitsausschuss „der schwarz-grün-rot-pinken Versagertruppe“ die Verfassungswidrigkeit dieses Gesetzes ganz detailliert erläutern. Mit weiteren Demonstrationen und einer „Flut an Einsprüchen“ beim Verfassungsgerichtshof will er „das System lahmlegen“.

Dass die FPÖ-Spitze nicht besonders viel von wissenschaftlichen Fakten hält, dürfte angesichts der absurden Verschwörungstheorien für jeden normal denkenden Menschen klar sein. Und auch Kickls „Wurmmittel“ würde nicht einmal einen Hirnfressenden Bandwurm in den Köpfen seiner „Fanclub-Mitglieder“ erfolgreich bekämpfen.

So reagieren diese blau-braunen Schwurbler sichtbar panisch, weil sie sehen, dass sie nach Inkrafttreten der Impfpflicht und der Phase 3, die auch ab 15. März empfindliche Strafen vorsieht, kaum noch ein relevantes Thema haben, gegen das sie auftreten könnten.

Wieder einmal zeigen sich die wahren „Gesichtszüge“ von Kickl und Konsorten und die zeigen deutlich, dass es dem machtgeilen Chaosmanager, der offenbar mit seinem Rauswurf als Innenminister ein schweres Trauma erlitten hat, nur um „Rache“ und Umsturzfantasien geht und dass ihm die österreichische Bevölkerung im Grunde genommen am Gluteus Maximus vorbeigeht.

Ich bin sicher nicht qualifiziert, um ernsthafte medizinische Diagnosen zu stellen und doch sehe ich ein großes Potenzial an möglichen Diagnosen bei diesem „Möchtegern-Arzt“. Ein paar Eigenschaften stechen doch heraus:

Für ihn sind alle unfähig – nur ER nicht: „schwarz-grün-rot-pinke Versagertruppe“ nennt er alle anderen, die nicht seiner Ansicht entsprechen. Auch Fachkräfte (Ärzte) haben seiner Ansicht nach natürlich keine Ahnung, wenn sie sein Wurmmittel ablehnen. Sein „schwarz-weiß“ Denken ist charakteristisch. Das Schwanken zwischen Idealisierung und Herabwertung seiner Mitmenschen zeigt sich in fast jedem 2. Satz. „Wer nicht für mich ist, der ist gegen mich und wer gegen mich ist, muss weg.“ – so seine Devise. Seine sichtbare Aggressivität lässt darauf schließen, dass er in einer instabilen emotionalen Welt lebt. Streitsucht (hat nichts mit anderer politischen Meinung zu tun) gehören ebenso zu seinen charakterlichen Grundeigenschaften, wie das krankhafte Festhalten an seinen Ideen. Stichwort: „Das System lahmlegen„, wenn er nicht Recht bekommt. Bei der kleinsten enttäuschten Erwartung wird das Umfeld extrem abgewertet.

Ich kann beim besten Willen nicht erkennen, dass Kickl „für die Bevölkerung“ seine kranken Shows abzieht, denn Sympathiewerte bringt ihm dieses Verhalten nur bei Leuten, die ähnlich gestrickt sind, wie er: „radikal und destruktiv“. Leider aber auch bei Menschen, die schlicht verunsichert sind und nach einer Art Orientierung suchen. Bei diesem Personenkreis hat ein BORDERLINER gute Chancen, die Menschen zu beeinflussen und sie auf seine Seite zu ziehen.

DAS ist meiner Ansicht nach genau der Punkt, der einen Herbert Kickl und seine Helferlein so brandgefährlich macht, denn die Rechnung geht in vielen Fällen auf und die Schafe folgen dem Leithammel – egal, ob das, was er in seiner kleinen Welt vom Stapel lässt, auch einen Sinn ergibt, oder nicht.

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