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Archiv der Kategorie: Allgemeines

Inkompatible Wünsche

Sie müssen uns endlich schützen, Verantwortung übernehmen und uns in den Mittelpunkt stellen! So die Forderung in einem offenen Brief an Sebastian und die Minister Faßmann und Mückstein. Die Schulsprecher werfen Sebastian, Bildungsminister Heinz Faßmann und Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein Untätigkeit und eine bewusste Durchseuchung der Jugend vor.

Die aktuellen Maßnahmen würden direkt auf Schulschließungen zusteuern und die Schülervertreter beklagen sich, dass bis heute ist an unseren Schulen kein einziger Luftfilter angekommen wäre. Und das würde sich auch in den Zahlen zeigen. Derzeit beträgt die Inzidenz unter den ungeimpften 12- bis 17-Jährigen über 400, bei den geimpften 60. Und man muss sich das einmal auf der Zunge zergehen lassen: „Das unverantwortliche Handeln zum Schulstart ist Gemeingefährdung von uns Schüler:innen. Die kontrollierte Durchseuchung der Jugend verstößt außerdem klar gegen die UN-Kinderrechtskonvention. Diese legt fest, dass alle Kinder ein Recht auf das erreichbare Höchstmaß an Gesundheit haben. Es ist also nicht nur moralisch verwerflich, sondern auch kinderrechtswidrig, Masseninfektionen bei SchülerInnen wissentlich in Kauf zu nehmen.“

So viel zu den Anschuldigungen. Kommen wir also zu den Fakten: Der von 32 Schülern unterzeichnete offene Brief betrifft die Hälfte der Wiener Schüler, die eine AHS-Unterstufe, aber auch auch die Oberstufe. Das heißt, die 12- bis 17-jährigen Schüler, die durchaus geimpft sein könnten, wenn sie wollten. Die Eltern bräuchten sie ab 14 Jahren nicht mehr zu fragen. Andererseits fordern sie „Eigenverantwortung“, können diese aber nicht übernehmen. Es ist ja auch viel bequemer, von der Regierung „Schutz“ zu fordern, anstatt selbst etwas zu tun.

Und dann ist da noch etwas: Diese angesprochenen Luftfilter ergeben nur dann einen Sinn, wenn sie Schulen wenigstens halbwegs voll sind. Bei der hohen Zahl der Schulabmeldungen und der nicht minder großen Zahl von Eltern, die Tests oder Impfungen ihrer Kinder verbieten, wäre es rausgeschmissenes Geld, in jedem Klassenraum diese Luftfilter zu platzieren, zumal es ja auch eine fantastische Erfindung gibt, die man FENSTER nennt.

Diese Aussage: „Die Solidarität, die wir am Anfang der Pandemie den Älteren gegenüber gezeigt haben, wird uns nun nicht gezeigt“ hält auch nicht, wenn man bedenkt, dass es mit der Solidarität nicht weit her ist. Stichwort Partys, gefälschte Tests und Urlaubsreisen zu Partyhochburgen, wo das Infektionsrisiko am Höchsten ist.

Die Regierung hat alles getan, was möglich und auch durchsetzbar ist, um ein Maximum an Sicherheit für Schüler anzubieten. das setzt aber auch voraus, dass bei diesem Programm alle mitmachen. Die Hände verschränken und nur jammern kann kein Erfolgsrezept sein. Das muss sogar dem Schüler mit begrenztem Horizont klar sein.

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Neues von der Impffront

Anders kann man es nicht mehr nennen. Impfbefürwortern schlägt nicht nur eine Welle von Hass entgegen, sie dürften auch bald zu einer gefährdeten Art gehören. Nein, nicht wegen der Impfung, sondern wegen der unglaublichen Aggressivität der Impfverweigerer.

Abgesehen von zahlreichen Demonstrationen und dem permanenten Jammern wegen möglicher Nachteile für Ungeimpfte, gibt es inzwischen sogar Bombendrohungen in Impfstraßen. Gestern, gegen 15.40 Uhr kontaktierte ein Mitarbeiter der Covid-Teststraße in der Koralmhalle die Polizeiinspektion Deutschlandsberg. Der Leiter der Abteilung für Katastrophenschutz Steiermark, Harald Eitner: „Jemand hat einen Zettel hineingesteckt und auf dem Zettel war handschriftlich notiert: ‚Heute Bombe um 17 Uhr‘ sowie eine Zeichnung, die eine Explosion dargestellt“

Auch, wenn niemals Gefahr bestanden hat, zeigt dieser Vorfall deutlich, dass man diesen Impfverweigerern eine Menge kriminelle Energie zutrauen muss. Physische Angriffe gegen einzelne Personen gab es ja schon länger, aber dass sich der Hass gegen eine ganze Impfstraße richtet, hat eine ganz neue Dimension erreicht – auch, wenn es sich um einen Einzeltäter handeln sollte.

Die „Ausrede“, dass es sich bei der Impfung ja nur um eine Notfallzulassung handeln würde, hat nun auch ihren „Argumentationswert“ verloren, denn inzwischen ist eine Vollzulassung erteilt worden.

Der nächste „Hassgrund“ ist aber bereits gefunden: Die Corona-Kommission empfiehlt Verschärfungen im Schulbereich. Demnach müssen Ungeimpfte Lehrkräfte unabhängig von Inzidenz täglich einen gültigen Testnachweis erbringen. Einer dieser 5 Tests wöchentlich muss ein PCR-Test sein. Bildungsminister Faßmann kann sich vorstellen, dass die Lehrer selbst für die Kosten aufkommen müssen, was ich übrigens für völlig richtig halte.

Kinder können nicht geimpft werden und daher liegt es in der Verantwortung der Lehrer, dass von ihnen die Gefahr so gering wie möglich gehalten wird. Dazu Hannes Grünbichler von der Unabhängigen Lehrer-Initiative ÖLI-UG sieht darin eine Ungleichbehandlung. Ungeimpfte Schüler müssten sich – anders als Lehrer – nur dreimal pro Woche testen lassen. Vielleicht sollte man auch besser Schüler unterrichten lassen, um jede „Ungleichbehandlung“ zu vermeiden. In der Oberstufe (ab 15 Jahren) soll für Ungeimpfte bei hoher Risikostufe im Unterricht eine Maskenpflicht (MNS) gelten.

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Die Menschen haben es satt

Nicht nur der Regierung reicht es mit dem Untersuchungsausschuss. Auch wenn man nicht zur „türkisen Familie“ gehört, die Menschen haben es satt. Sie haben diesen leidigen IBIZA-Untersuchungsausschuss, der nur noch der Anti-ÖVP Ausschuss war, völlig satt, sie haben die Regierungsbehinderung satt und sie haben vor allem SIE satt, Herr Jan Krainer.

Diese heutige „dringliche Anfrage“ in der völlig unnötigen Sondersitzung hatte nur ein einziges Ziel: Einen Misstrauensantrag gegen Finanzminister Gernot Blümel zu stellen, der übrigens abgeschmettert wurde, sowie den Ibiza-U-Ausschuss um drei Monate zu verlängern. Ach dieser Antrag war ein tiefer Griff ins Klo.

Krainer: „Sie haben die Akten nicht geliefert, um die türkise Familie zu schützen.“ Er hatte sich vorgestellt, dass Blümel in den privaten Postfächern seiner Mitarbeiter hätte herumschnüffeln sollen. Ich will mir gar nicht vorstellen, was es für ein Skandal gewesen wäre, wenn so eine Forderung von der ÖVP in Richtung Krainer gekommen wäre.

Aber bei den Roten sind Manche sowieso als gleich. Da spielt es keine Rolle, dass vier Gutachten die Vorgangsweise Blümels bei der Aktenlieferung bestätigt hat. Dass die Opposition Beamten seines Ministeriums öffentlich Fehlverhalten unterstellt, ist für Krainer und Co offenbar normal. Darum wird es vermutlich auch eine geforderte Entschuldigung nicht geben.

Ich weiß nicht, warum es so ist, aber in der Wursttheke denke ich bei Krainer immer an einen Snack zwischendurch. Mehr dürfte dieses Intermezzo allerdings auch nicht sein.

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Nicht nur Spaltung der Gesellschaft

Etwas, das an Dummheit und Dreistigkeit nicht zu überbieten ist, schafft ein Webseitenbetreiber aus der Schweiz. Auf dieser Seite finden sich derzeit 1276 Unternehmen, die sich in keinem Fall an die 3-G Regel halten. Diese Seite dient nur dazu, sein Unternehmen dort zu registrieren – in ein Verzeichnis aufgenommen zu werden und natürlich um Spenden zu sammeln.

Und die Palette ist erschreckend vielfältig:

  • Ärzte, Medizin u. Gesundheit (262)
  • Auto, Fahrrad u. Verkehr (30)
  • Computer, EDV und Telekommunikation (44)
  • Dienstleistung (3)
  • Finanzen, Versicherung u. Recht (53)
  • Gastronomie (37)
  • Handel (187)
  • Handwerk (141)
  • Haus, Garten u. Bau (43)
  • Industrie u. Wirtschaft (15)
  • Kunst u. Kultur (34)
  • Medien (12)
  • Öffentl. Einrichtungen u. Vereine (10)
  • Reisen u. Tourismus (48)
  • Schule u. Bildung (9)
  • Sport u. Freizeit (35)
  • Tiere (18)
  • Verleih und Vermietung (7)

Es wird dort ganz klar zum Rechtsbruch aufgefordert und als vordringliches Ziel wird der Kampf gegen die angebliche „Impfapartheid“ angegeben: „Wir stehen dafür ein, dass alle Menschen gleiche Rechte haben, ob geimpft oder ungeimpft“

Hier geht es nicht mehr „nur“ um die Spaltung der Gesellschaft, hier geht es um vorsätzliche Körperverletzung – wenn nicht sogar im Extremfall um Totschlag der eingetragenen Unternehmen. Solche Unternehmen wollen Corona-Hilfen? Die Betriebserlaubnis sollte man ihnen sofort entziehen.

Wirklich erschreckend finde ich aber die Tatsache, dass 262 Unternehmen aus dem Bereich Ärzte, Medizin u. Gesundheit kommen. Dummheit mag man ja noch verzeihen können, aber DAS ist Vorsatz. Ich nenne hier zwar den Namen, weil er auch in anderen öffentlichen Medien zu finden ist, aber die Links wurden alle entfernt.

Welche kruden Theorien durch „Animap“ verbreitet werden, sieht man schon an diesem Ausschnitt eines Flyers. Und so nebenbei: Von „unerforschtem mRNA Impfstoff“ kann gar keine Rede sein, denn mRNA wird schon seit Jahren anderwärtig eingesetzt. Es liegen also durchaus genug Studien vor. Außerdem wird kein Impfstoff zugelassen, der nicht ausreichend getestet wurde.

Mir würden für solche Unternehmen auch noch andere Wörter einfallen. Aber wir wollen doch friedlich bleiben und DAS wäre so eine Art „Kriegserklärung“ Es ändert aber nichts daran, dass ich wegen so einem Müll stinksauer bin.

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Der ganz normale Genderwahnsinn

Was man alles aus einer Sprache machen kann, sieht man am immer lauter werdenden Genderwahnsinn, Die Wiener Migrationsforscherin Judith Kohlenberger hat sogar ein Buch darüber geschrieben: „Für mich ist es selbstverständlich, gendergerechte Sprache im Alltag zu verwenden, deshalb auch im Buch. Immerhin geht es darin um ein größeres „Wir“, aus dem ich schon allein sprachlich nicht die Hälfte der Weltbevölkerung ausschließen wollte.“

Doch dieses „Binnen-I“ halte ich für ebenso lächerlich, wie dieses Sternchen, welches ohnehin nur im schriftlichen Verkehr Anwendung finden kann. Ich versuche mir vorzustellen, wie abartig die gesamte Sprache verfälscht wird, wenn so ein Unsinn zum Einsatz kommt, Wenn schon, denn schon: DER Schuhschrank müsse demnach zu Schuhschränk(I)nnen werden, wenn nur Frauenschuhe drin stehen.

Und wer das DER sowieso ablehnt, wird dann wahrscheinlich statt DER Mann, die Mann(I)nnen sagen. Der Frauenkopf wird zum Frauenkopf(I)nnen und in der Kriminaltechnik redet man nicht mehr von DEN Leichen, sondern von den Leich(I)nnen. Frauen, die zum Bundesheer wollen, müssten einen anderen Verein – dem Bundesheer(I)nnen. Bei Herrinnen bekomme ich allerdings ein flaues Gefühl im Magen. Es erinnert mich doch sehr ans verheiratet sein. Das kommt davon, wenn man den Wahnsinn auch im mündlichen Sprachgebrauch anwendet.

Dass dieser Genderwahnsinn in anderen Sprachen gar nicht anwendbar wäre, spielt für die „Erfinder“ wohl keine Rolle. Im Spanischen gibt es männlich und weiblich. Wenn es um eine gemischte Gruppe geht, wird immer die männliche Form verwendet – was auch der „natürlichen Rangordnung“ – in spanisch sprechenden Ländern entspricht – trotz Gleichberechtigung in den meisten Bereichen.

Ich mache diesen Genderwahnsinn jedenfalls nicht mit – weder schriftlich noch mündlich. Auch wenn sich hunderte von „Sondergruppierungen“ dabei benachteiligt fühlen mögen.

 

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Wenn es nicht reicht

Offenbar sind rechtsextreme Gruppierungen in Österreich hervorragend organisiert. In Rekordzeit wurden nach Bekanntwerden der „Islamkarte“ Schilder gedruckt, verteilt und an entsprechenden Stellen wie Verkehrsschilder aufgehängt. Doch gerade dieser rechtsextreme Haufen scheint ein deutliches Problem zu haben.

„Dass der legitime Kampf gegen den Politischen Islam von extremistischen Gruppierungen missbraucht wird, ist völlig inakzeptabel und klar zu verurteilen“, meint Susanne Raab. Für diese Leute reicht das geistige Fassungsvermögen nicht aus, um unterscheiden zu können. Auf der viel kritisierten Karte sind hunderte Moscheen und Vereine aufgelistet. Ziel der Karte ist es, jene Vereine zu identifizieren, die dem politischen Islam zuzurechnen sind.

Doch Extremisten sind nicht fähig zu unterscheiden, was Islam als Religion oder politischer Islam bedeutet. Blind mit Schildern, wie „Achtung, politischer Islam in deiner Nähe“ zu wüten, passt zwar durchaus zur Gesinnung von Sellner & Co, ist aber grundlegend falsch. Postings in einschlägigen Chatgruppen zeigen, dass die Schilder von Aktivisten aus dem Umfeld der rechtsextremen Identitären Bewegung montiert worden sind. Die Karte selbst dient allerdings lediglich dazu, Transparenz und Sichtbarmachung von islamischen Netzwerken und Vereinskonstruktionen möglich zu machen. Also nichts anderes, als es bei jeder anderen Religion in Österreich auch gibt.

Man kann ja alles für seine eigenen Zwecke missbrauchen – so auch sinnvolle Maßnahmen. Und die ursprüngliche Idee dieser Islamkarte war, Transparenz auch beim Islam zu schaffen. Der Widerstand dagegen zeigt aber deutlich, dass auch der nicht politische Islam lieber im Untergrund arbeitet. Und wenn IGGÖ-Präsident Vural der Ansicht ist, dass keine Transparenz, sondern nur Hass erreicht wird, sollte er auch bedenken, dass alles, was auch nur den leisesten Verdacht erregt – wie auch Intransparenz bei islamischen Vereinen, ebenfalls ein „ungutes Gefühl“ erzeugt.

Ein Miteinander kann es nur geben, wenn alle auch die gleichen Voraussetzungen haben und diese gleichen Voraussetzungen sind nicht gegeben, wenn man befürchten muss, dass im Untergrund eine Radikalisierung stattfindet. Und das ist kein Generalverdacht, sondern einer logische Folge von Intransparenz. Durch diese Schilder wird allerdings der Eindruck vermittelt, dass verschiedene Einrichtungen automatisch dem politischen Islam dienen – und das KANN sein, MUSS aber nicht. Doch für eine Unterscheidung zwischen Möglichkeit und sicherer Erkenntnis  und  reicht es wohl geistig bei Rechtsextremen nicht.

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Die neuen Regeln

Na das kann ja noch lustig werden:

  • Die Sperrstunde wird ab 10. Juni bis Mitternacht verlängert, (Und die Ausgangssperren bleiben? Zumindest wurde davon nichts gesagt.)
  • die Personenbeschränkung erweitert. So dürfen dann im Innenbereich acht, draußen 16 Personen an einem Tisch Platz nehmen, plus der dazugehörigen Kinder. (Naja, wer sich DAS antun will)
  • Outdoor gilt keine Maskenpflicht mehr. (Jetzt muss man wirklich von jedem das Gesicht sehen?
  • Eine große Erleichterung soll für Chöre und Musikvereine kommen: Proben sollen unter Einhaltung der drei G möglich sein – die Quadratmeter-Regel soll fallen. (Finde ich gut. So eine Tuba vor den Ohren hat doch jeder gerne)
  • Auch in Handel, Freizeitbereich, Kultur und Sport soll die Quadratmeter-Regel von 20 auf zehn Quadratmeter reduziert werden. (Sinnvoll, daran hat sich sowieso Keiner gehalten)
  • Auch die eher bei der älteren Bevölkerung beliebten Busreisen werden dann wieder möglich sein. (Da werden sich die Omis freuen, wenn sie zu weit überhöhten Preisen auf Kaffeefahrten wieder Heizdecken um 1000 € kaufen dürfen)
  • Bei Fahrgemeinschaften von mehr als acht Personen soll die Maskenpflicht gelten. (Muss mir nur noch jemand verraten, wie ich 8 Personen in einen Mini reinbekomme)
  • Kulturveranstaltungen dürfen zu 75 statt zu 50 Prozent ausgelastet sein. (Vin schon gespannt, was alles als Kulturveranstaltung geltend gemacht wird)
  • Mitte Juni werden die Quarantäneregeln überarbeitet, damit Urlaubsreisen vor allem in die Nachbarländer erleichtert werden. Statt 10 Tagen wären 3 Monate hilfreich, aber das wird wohl nichts)
  • Ab 1. Juli darf dann auch wieder geheiratet und im großen Stil Geburtstag gefeiert werden. (Na dann freuen wir uns doch schon auf die Clan-Hochzeiten)
  • Die Maske wird ab dann ebenfalls reduziert – im öffentlichen Verkehr oder Teilen des Handels soll sie uns aber noch weiter erhalten bleiben.(Sollte das nicht heißen BEIM öffentlichen Verkehr?)
  • Bei Sport-, aber auch Kulturveranstaltungen wird es keine Personenbeschränkungen mehr geben. (Endlich wieder 30 Personen beim Schachturnier)
  • Auch in Innenräumen fällt dann die Maskenpflicht. (Im Badezimmer auch? Hilfe!)
  • Die Testpflicht für Kinder liegt künftig beim Alter ab zwölf statt zehn Jahren. (Als ob jemals einer ein Kind nach dem Alter gefragt hätte)
  • Die Nachtgastronomie soll „im Laufe des Sommers“ wieder möglich werden.(Endlich darf ich meine kohlehydratfreie Cola auch nach Mitternacht trinken)
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Der Gewaltpate und seine Helferlein

Von dem Song gegen Gewalt und Rassismus hat sich der Mannheimer Xavier Naidoo inzwischen längst distanziert. Jetzt sind Rassisten und Rechtsradikale seine größten Fans. Für das rechtsradikale Magazin „Compact“ ist er sogar ein „wahrer Held“. Im neuen Song „Ich mach da nicht mit“ kommen auch seine rechten Kollegen zu Wort. Der Rapper Ukvali zum Beispiel, der mit seinen Ansichten genug Fans in der rechtsextremen Szene hat.

Im neuen Video der „Rapbellions“, wie sich die Gruppe nennt, wird unter anderem ein Impfzentrum gesprengt. Naidoo spielt in einer Textzeile darauf an, dass es sich bei den Corona-Impfstoffen um Giftspritzen handeln würde, mit denen die Hälfte der Menschheit ausgerottet werden soll. Dabei sieht sich der Rapper Twanie als Gebetskrieger und „Tburna“ rappt mit einem weißen Kreuz. Weitere Rapper wie Skitekk „singen“ darüber, wie sie einer Wache einen Tritt verpassen während im Hintergrund das Impfzentrum per Computeranimation explodiert.

Deutlich genug ist auch der Rapper Scep, der die Textzeile: „Mach Alarm, bewaffne dich, vernichte den tiefen Staat.“ präsentiert. Ein Stück weiter droht „Phizzo“ mit Gewalt gegen Markus Söder und Jens Spahn, wenn diese nicht die Finger von Kindern lassen würden. Dass dieser Gewaltsong von Querdenkern wie Oliver Janich und Bodo Schiffmann auf Telegramm geteilt wurde, ist nur die Spitze des Naidoo Eisbergs. Bodo Schiffmann hat erst vor Kurzem den Friedensnobelpreis für Querdenker gefordert.

Erschreckend finde ich, dass dieser Song inzwischen auf Platz 2 der deutschen iTunes-Charts gelandet ist, während das Video auf YouTube bereits gelöscht wurde. Insgesamt 17 Interpreten haben sich an diesem Video beteiligt. Unter „Freiheit des künstlerischen Ausdrucks“ versteh ich etwas anders und alle zusammen würde ich aus dem Verkehr ziehen, denn mehrmals wird in dem Video auch zur Gewalt aufgerufen: „Wartet auf den richtigen Zeitpunkt, um sie zu schlagen“ oder „Bewaffne dich, vernichte den tiefen Staat“

Ein Fazit kann ich aber jetzt schon ziehen: Das Video ist gefährlich, denn es vergiftet die letzten normalen Gehirnfunktionen, von ohnehin schon sehr weit rechts angehauchten zunehmenden Fangemeinschaft.

 

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Tausche Intelligenz gegen Sowas

Man könnte glauben, dass solche Äußerungen weit weg sind und mit uns gar nichts zu tun haben. Aber wir haben ja auch bei uns Maskengegner, Corona-Leugner und FPÖ-Fans. Die Republikanerin Marjorie Taylor Greene – übrigens begeisterte Trump-Anhängerin – hält offenbar von Masken nicht viel:

„Wissen Sie, wir können auf eine Zeit in der Geschichte zurückblicken, in der Menschen gesagt wurde, sie müssten einen goldenen Stern tragen, und sie wurden definitiv wie Bürger zweiter Klasse behandelt, so sehr, dass sie in Züge gesteckt und in Gaskammern in Nazi-Deutschland gebracht wurden. Ich denke, dass jede vernünftige jüdische Person nicht mochte, was in Nazi-Deutschland geschah, und dass jede vernünftige jüdische Person nicht mag, was mit einer anmaßenden Maskenpflicht geschieht.“

Selbstverständlich meint sie, nichts Falsches gesagt zu haben. Leider gibt es auch bei uns derartige Aussagen. die nicht nur völlig falsch sind, sondern auch ausgesprochen dumm. Solche Vergleiche, finden sich auf jeder „Corona-Demo“ und sogar auf der Straße und an Orten, an denen Maskenpflicht besteht: Beim Einkaufen, beim Arzt, in Apotheken usw. Es sind ausgerechnet die Leute, die schon aufgrund ihres Alters gar keine Vergleiche ziehen könnten und – das kommt erschwerend hinzu – Leute, die sich beim Denken ein bisschen schwertun.

Die falsche Logik besteht schon darin, dass sich nicht Maskenträger diskriminiert fühlen könnten, sondern bestenfalls diejenigen, die keine Maske tragen. Wie das mit dem Tragen des gelben Sterns zusammenpasst, mögen mir solche Leute erst einmal erklären.

Und das ist der nächste Denkfehler von Marjorie Taylor Greene: Es war kein GOLDENER STERN, sondern ein gelber Stern. Aber dieses an sich unbedeutende Detail sagt schon sehr viel über die Fähigkeit zu Denken aus – zumal es sich ja um eine Kongressabgeordnete handelt. Und so ganz nebenbei, möchte ich gerne wissen, was eine Gesundheitsmaßnahme mit Judensternen zu tun haben soll. Aber das konnte eine Vertreterin der QAnon-Verschwörungstheorien sowieso nicht beantworten.

 

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Gastro-Rebellen

Es war zu erwarten, dass sich die Gastronomie gegen jede Art von Maßnahmen wehrt. Doch diese Rebellion wird dazu führen, dass dieser Bereich schneller wieder geschlossen wird, als die Betreffenden sich das vorstellen können. Auch dieser wirtschaftlich am stärksten betroffene Bereich ist nicht nur moralisch dazu verpflichtet, sich an die verordneten Sicherheitsmaßnahmen zu halten.

Dass damit nicht nur die Gastronomen selbst, sondern auch die Gäste selbst empfindlich bestraft werden, ist ihnen offenbar egal. Die Gastro-Vertreter wollen Gäste im Freien ohne Test bewirten dürfen. Dabei ist das „Freigehege für Gäste“ in der Regel ohnehin nur ein weiterer Versuch, Abstandsregeln zu ignorieren. Ich kenne keinen einzigen Gastronomen, der auch nur zwischen den Tischen zwei Meter Abstand hält – und schon gar nicht einen, der dafür sorgt, dass der zwei Meter Abstand zwischen den Gästen gewahrt bleibt. Im Gegenteil. Oft genug sitzen Gäste gerade einmal 30 cm voneinander entfernt.

Mir ist zwar auch nicht klar, wer diese Tests kontrollieren sollte, aber bereits im Vorfeld diese Möglichkeit zu öffnen abzulehnen, beweist wieder einmal, dass Umsatz für diese Gruppe eine deutlich höhere Priorität hat, als die Gesundheit der Bevölkerung. Der Gastronomieobmann in der Wirtschaftskammer Mario Pulker: „Niemand könne ernsthaft verlangen, dass auch Radfahrer oder Wanderer, die auf der Durchreise Einlass und Labung auf der Terrasse begehren, ein negatives Testergebnis in der Tasche haben. Eine mögliche verpflichtende Testung wäre eine große Ungleichbehandlung gegenüber den Lebensmittelhändlern.“

Ein seltsamer Vergleich. Den Lebensmittelhandel MUSS man aufsuchen, die Gastronomie nicht. Und dass Radfahrer oder Wanderer auf der Durchreise kein Testergebnis in der Tasche haben, ist eine recht dumme Argumentation, denn die wenigsten Wirte haben „Ausflugslokale“.

Und wer denkt, dass mit den Impfungen alle Maßnahmen fallen, hat Corona nicht verstanden. Nach einer aktuellen Studie verhindert eine Impfung NICHT die Infektion, sondern nur einen schweren Verlauf von Covid-19. Masken, Tests usw. werden uns noch lange begleiten – und zwar genauso lange, bis auch mit einer verbesserten Impfung, die auch nicht nur ein Jahr wirkt, auch Ansteckungen verhindert. Aber das wird noch ein paar Jahre dauern. Allerdings – nicht an Corona zu sterben, ist schon ein großer Schritt.

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Aufgeben kann man einen Brief, aber niemals sich selbst. Das ist keine Option.