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Ich habe es wirklich versucht

Ich habe es wirklich versucht

Allerdings bin ich an der Aufgabe, einen gendergerechten Beitrag zu schreiben, total gescheitert. Es ist ja nicht so, dass ich anpassungsunwillig wäre, aber die Hürden sind wohl nicht nur für mich einfach zu hoch. Andererseits stimmt es schon, dass ich nicht jeden Blödsinn mitmache und die Vergewaltigung der Sprache ist auch nur im deutschsprachigen Raum zu finden.

Seltsame Blüten finde ich zum Beispiel bei Stellenangeboten – wie zum Beispiel „Maler-Innen gesucht“. Spätestens dann, wenn ich nicht nur Innen, sondern auch Außen arbeiten müsste, gäbe es für die Firma Probleme. Immerhin hätte ich mich ja als Maler Innen beworben und nicht als Maler Außen.

Bei Bäcker-Innen ist es eine „No Na“ Frage. Was sollte ein Bäcker wohl Außen machen? Nebenbei bemerkt, dreht die automatische Rechtschreibprüfung gerade durch. Auch eine steirische Behindertenpädagogin ist am Gendern gescheitert. Obwohl die Bewerbung an sich vielversprechend war, ist sie schon bei der Vorauswahl durchgefallen. Warum? Weil sie nicht ordnungsgemäß in der Bewerbung gegendert hat. Bruno Sundl, Chefjurist der Arbeiterkammer, hat das entsprechend kommentiert: „Diskriminierung sexueller Art, wegen Religion oder Alter – damit hatten wir schon zu tun. Aber so eine Ablehnung gab’s noch nie“.  In einem entsprechenden Antwortschreiben wurde die Bewerberin allerdings mit „Frau“ angesprochen. Und das ist auch nicht genderkorrekt. Immerhin hätte sie ja trotz weiblichen Vornamens auch etwas anderes sein können. Wer weiß das schon?

Die Erklärung der betreffenden Initiative: „Gerade in dem Tätigkeitsbereich muss man Jugendlichen helfen, formal gute Bewerbungen zu schreiben. Und die der Frau ist zwar inhaltlich sehr gut gewesen, formal aber eben nicht“. Formal würde ich schnell das Weite suchen.

Schluss mit Lustig ist bei mir aber, wenn ich plötzlich einen Brief bekomme, in dem ich mit Herr-In angesprochen werde. Für mich wäre dieser Begriff schon ein Widerspruch in sich.

Vor einigen Tagen habe ich bei uns in einem Merkblatt der Krankenkassenambulanz gelesen, dass man es sich nicht aussuchen kann, ob man von einem Mann oder einer Frau behandelt wird. Das wäre eine Frage der Gleichberechtigung. Doch DAS möchte ich sehen. Frauen sind ganz allgemein nun einmal emotional gesteuert und daher fehlt mir in diesen Fällen die Sachlichkeit, die eigentlich gerade in diesem Bereich notwendig wäre. Außerdem muss ich die Wahlmöglichkeit haben, wer mir auf den Pelz rücken darf – und da scheidet jede Frau aus, die nicht meine Ehefrau ist.

Man sollte aber nicht glauben, dass ich mit meinen Ansichten über das Gendern alleine wäre. Eine überwältigende Mehrheit von 71 Prozent will kein Gendern in Medien, 40 Prozent sind gar für ein Verbot in öffentlichen Einrichtungen. So das Ergebnis einer Studie von Nadine Ejupi, Studienleiterin und Sozialforscherin. Humorvoll aber ihre Aussage: „Unsere Sprache ist ein Experimentierfeld. Aber bis das Gendern zur Alltagssprache gehört, dauert es noch.“ Ja, vermutlich noch 500 Jahre, denn derzeit und auch in nächster Zukunft sehe ich keine Möglichkeit, Gendersternchen oder das Binnen-I irgendwie im Alltag unterzubringen. Aber immerhin kann man diesen Blödsinn jetzt bei Scrabble nachbestellen.

Interessant wird demnach auch die Weltpolitik, denn PutIN wäre in jedem Fall weiblich. Die männliche Form wäre nämlich – korrekt ausgedrückt – Puthahn!

Für mich ändert sich jedenfalls gar nichts. Ich wurde als Patriarch erzogen, bin als ältestes männliche Familienmitglied seit Jahrzehnten das Familienoberhaupt und habe über 20 Jahre in einem patriarchisch orientierten Land gelebt. Ich erinnere mich, dass vor über 40 Jahren meine Halbschwester mich fragen wusste, ob sie einen bestimmten Mann heiraten darf. Mir war das übrigens völlig egal. Heute frage ich mich, was passiert wäre, wenn ich nein gesagt hätte. Gendern ist für mich nur eine mehr oder weniger unterhaltsame Spinnerei, Und das bleibt auch so – mein Wort zum Sonntag!

 

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Auf jeden Fall schuldig

Auf jeden Fall schuldig

Die Aussagen von Thomas Schmid wirbeln wieder einmal jede Menge Staub auf. Natürlich darf man nicht dabei übersehen, warum sich Schmid überhaupt dazu hat hinreißen lassen. Ist es Reue, oder plötzliche „Einsicht“, etwas falsch gemacht zu haben? Oder ist es vielmehr die Aussicht, als Kronzeuge ins Spiel zu kommen und damit straffrei davonzukommen?

Wie auch immer – es spricht sehr viel dafür, dass er genau das macht, was er auch schon bisher „erfolgreich“ praktiziert hat. Schmid soll in der Inseratenaffäre involviert gewesen und die ÖVP hätte das Geld und die Strukturen des Finanzministeriums für das Fortkommen der eigenen Partei und von Sebastian missbraucht, erklärt Schmid in seinen Behauptungen.

Auch unser Karl Nehammer hat sich bereits dazu zu Wort gemeldet: „Das sind Vorwürfe, die die Vergangenheit betreffen. Wenn diese Vorwürfe stimmen, dann ist das nicht in Ordnung. Es stehen jetzt viele konkrete und unkonkrete Aussagen von Thomas Schmid gegen viele Personen im Raum, deren Wahrheitsgehalt niemand von uns überprüfen kann. Es braucht nun volle Aufklärung“.

Doch dafür sind die Justiz und die Ermittlungsbehörden zuständig und nicht irgendwelche dahergelaufenen Journalisten, die schon ihre „Jahrhundert-Story“ wittern. Diese Schreiberlinge wären gut beraten, wenn sie nicht blindwütig, wie immer auf die Regierung einhacken würden. Nicht umsonst wurden das neue Parteiengesetz oder die Vorlage des Medientransparenzgesetzes bereits auf den Weg gebracht.

Die Aussagen von Thomas Schmid halte ich für völlig bedeutungslos – aus mehreren Gründen: Erstens ist es schon sehr eigenartig, dass Schmid so lange gewartet hat, um sich zu „umfangreichen Aussagen“ hinreißen zu lassen. Dann bringt er nicht umsonst die Frage nach einer Kronzeugenregelung ins Spiel – wo er doch einer der Hauptbeschuldigten ist. So hat er sich das vorgestellt: Wir opfern alle, denen er irgendetwas „anhängen“ kann und geht dann straffrei aus dem Gerichtssaal?

Sebastian, der die Politik inzwischen verlassen hat, sagt dazu: „Ich freue mich darauf, zu beweisen, dass diese Anschuldigungen falsch sind, und zwar dort, wo in Österreich wirklich über Recht und Unrecht entschieden wird“ UND DAS IST NUN EINMAL NICHT DIE PRESSE.

Schmid hat auch ausgesagt, dass Sobotka Steuerprüfungen bei der „Alois-Mock-Stiftung oder beim Alois-Mock-Institut“ sowie bei der „Erwin-Pröll-Stiftung“ erfolgreich verhindert hätte. Alleine die Beweise fehlen mir dafür. Und die Opposition? Sie fordert wie immer Neuwahlen (SPÖ) oder am Besten gleich ein Verbot der ÖVP. Jörg Leichtfried: „Wir haben eine Regierungspartei, die bis zum Hals im Korruptionssumpf steckt und noch tiefer darin versinkt. Das ist erschütternd und lässt die Menschen ausgerechnet in einer historischen Krise handlungsunfähig zurück“.

Diese Aussage bedeutet nichts anderes, als dass die Bevölkerung ohne „Führer“ nicht handlungsfähig wäre. ICH sehe mich nicht so, aber vielleicht trifft das ja auf die Genossen zu.

Klein Herbert ist nicht weniger angriffslustig: „Wolfgang Sobotka wird bereits seit März von der WKStA als Beschuldigter wegen des Verdachts des Amtsmissbrauchs rund um die Besetzung des Wiener Vize-Landespolizeidirektors geführt. All das fügt dem Amt des Nationalratspräsidenten, immerhin das zweithöchste dieser Republik, und dem Ansehen unserer Republik größten Schaden zu. Es ist daher völlig unmöglich, dass er weiterhin im Amt bleibt. Schon als Vorsitzender des Untersuchungsausschusses hat Sobotka sich durch seine parteiische Vorsitzführung ganz im Sinne der ÖVP disqualifiziert“.

Ich habe kein „parteiisches Verhalten“ von Sobotka im U-Ausschuss gesehen. Allerdings wurde gerade Kickl immer wieder zurechtgewiesen. Das muss ein herber Schlag für den Kleinen gewesen sein. Jedenfalls verlangt Kickl: „Der Bundespräsident muss sich in einer öffentlichen Stellungnahme zu dieser Causa zu Wort melden. Denn der Nationalratspräsident ist durch all diese Vorwürfe schon längst selbst zur größten Belastung für die Würde des hohen Hauses geworden. Seine ÖVP-Parteikollegen haben die Institutionen dieser Republik auf schändliche Art und Weise für ihren Machterhalt und Machtgewinn missbraucht“.

Zum Thema „Machtgewinn“ muss man in Bezug auf Kickl wohl nicht viel sagen. Sein Verhalten ist selbsterklärend. Und vom Bundespräsidenten erwartet er, in ein laufendes Verfahren einzugreifen, am besten schon vorverurteilen und die Blau-Braunen auf die Regierungsbank zu setzen.

Für die Opposition ist offenbar die gesamte ÖVP ebenso schuldig, wie für die Medien, die sich immer mehr zu Oppositionshelfern entwickeln. Sorry, liebe Schreiberlinge, aber erst täglich eine reißerische Story zu präsentieren, mit dem Nachsatz „Es gilt die Unschuldsvermutung“ ist es bisschen wenig, was Charakterstärke betrifft. Aber solange der Umsatz stimmt, kann man ja schreiben, was man will – auch, wenn es sowieso nur unbewiesene Behauptungen sind.

 

Update: Wie der Anwalt von Sebastian Werner Suppan Mittwochnachmittag bekannt gab, übermittelte er den Korruptionsjägern eine Tonband-Aufzeichnung, die Schmids-Aussagen „widerlegen“ soll. „Diese Tonband-Aufzeichnung stellt eine Bombe für den derzeitigen Ermittlungsstand dar und widerlegt massiv die Aussagen, die Thomas Schmid bei den Einvernahmen geäußert hat, um Kronzeuge zu werden“.

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Klimaschutz Hardcore

Klimaschutz Hardcore

Es dürfte inzwischen jedem klar sein, dass wir unser Klima schützen müssen. Das bedeutet, dass wir der Klimaveränderung, die langfristig ohnehin nicht zu stoppen ist, so gut wie möglich hinauszögern und verlangsamen müssen. Doch was einige NGOS fordern, hat mit Denkstrukturen, wie man sie von „normalen Menschen“ erwarten würde, absolut nichts zu tun.

Ich spreche nicht von den lästigen „Mitgliederwerbern“ auf öffentlichen Plätzen, die schon lästig genug sind, weil sie sehr hartnäckig versuchen, andere von ihren Idealen zu überzeugen. Hier geht es um die Hardcore-Forderungen von extremistischen „Klimaschützern“, die ich nur noch als dumm, unüberlegt und mehr als frech bezeichnen kann.

Ein solches Beispiel ist die Tierschutzorganisation Peta, die für mich jede Form der Ernsthaftigkeit abgelegt hat. So sind Fleischessende Männer lt. Peta Klimalümmel. Eine von Peta im vergangenen Jahr durchgeführte Studie hätte das deutlich gezeigt. „Wer kennt sie nicht, die mit Bierflasche und Grillzange hantierenden Vorstadt-Väter, die 70-Cent-Würstchen auf ihrem 700-Euro-Grill brutzeln?„, fragt der Teamleiter Kampagnen bei PETA Deutschland, Daniel Cox. Er spricht von einer Demonstration toxischer Männlichkeit und will daher eine Fleischsteuer von 41 %. In Zeiten der allgemeinen Teuerung eine völlig absurde Nummer.

Nun könnte man glauben, dass die Grünen sich durchaus mit derartigen Forderungen solcher Organisationen, wie PETA solidarisieren, aber ich bin absolut sicher: SOLCHE Absurditäten bringen nicht einmal die Grünen zustande, denn mit der nachfolgenden Geschichte würden sich die Grünen innerhalb von Stunden ins politische AUS befördern:

Ein Sex oder Fortpflanzungsverbot für alle Fleischessenden Männer wäre in Bezug auf den Klimaschutz angebracht. Schließlich spart jedes nicht geborene Kind 58,6 Tonnen CO₂-Äquivalente pro Jahr ein. Frauen sollten gefälligst mithelfen, diese Forderung durchzusetzen und in den „Sex-Streik“ treten. Nach dieser Theorie wären alle Männer, die Fleisch essen, eine Art „unwertes Leben“, welches sich nicht verbreiten darf. Sowas hatten wir doch schon – allerdings mit einem anderen Hintergrund.

Allen Männern, die noch Pläne zur Fortpflanzung haben, empfiehlt PETA einen Wandel ihres Lebensstils, wie die Teilnahme an ihrem Veganstart-Programm. Dass alleine Kinder tierisches Eiweiß für die (vor allem geistige) Entwicklung brauchen, blenden diese Hardcore-Veganer völlig aus und offen gesagt: Wer Kinder zum veganen Leben verpflichten will, dem sollten die Kinder abgenommen werden.

Wenn das die Vorstellung von Klimaschutz sein soll, dann sollte man sich auch überlegen, was man zum Schutz der geistigen Gesundheit solcher Hardcore „Klimaschützer“ unternehmen kann. Wirklich schlimm finde ich allerdings, dass ich solche Ideen einem Werner Kogler nicht zutrauen würde, einer Leonore Gewessler aber schon (nach den „tollen Energiespartipps, die sie schon vom Stapel gelassen hat).

 

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Das Gebot der Stunde. Abzocken!

Das Gebot der Stunde. Abzocken!

Nach diesem Motto scheint wieder einmal die Wirtschaft zu leben. Der Präsident der Industriellenvereinigung fordert nicht nur ein massive Erhöhungen der Förderungen, sondern auch einen Energiekostenzuschuss, der für das aktuelle Jahr mit 54 Millionen Euro beschlossen wurde. Die Forderung aus Steuergeldern: Eine „massive Ausweitung“ auf zweieinhalb Milliarden Euro.

Es ist klar, dass auch Unternehmen von der Teuerung betroffen sind. Man darf aber nicht vergessen, dass sich die Unternehmen – vom Großkonzern angefangen, der zusätzlich zu den Preiserhöhungen, die Verpackungsinhalte massiv schrumpfen lässt, bis hin zum kleinen Gastronomen, der für sein Bier statt 2,60 € plötzlich über 5 € verlangt – abgesehen vom „teuren Leitungswasser“.

Das alleine nenne ich schon massive Abzocke, weil die Unternehmen damit DOPPELT kassieren. Einerseits durch den Kunden und andererseits durch die geforderten „Förderungen“. Also ob da nicht schon durch Corona-Hilfen genug abgestaubt wurde. Immerhin konnten einige Betriebe damit komplett renoviert und saniert werden – und es wurde auch gemacht.

Jetzt kommt ein Mädel , das vermutlich noch nie richtig gearbeitet hat, und will uns erklären,

Viele Ältere wollen keine Pensionserhöhung.

Es handelt sich um die Jugendstaatssekretärin Claudia Plakolm. Nach ihrer Aussage, dass die Alten sowieso „über ihre Verhältnisse leben würden“ will sie uns erklären, dass viele Ältere keine Pensionserhöhung wollen. Nein, natürlich wollen wir alle keine Pensionserhöhung. Wir wollen alle in bitterer Armut sterben, nachdem wir alle beweglichen und unbeweglichen Güter der Jugend überschrieben haben. Ironie off.

Aus meiner Sicht ist dieses Mädel eine klare Fehlbesetzung, denn so sehr man auch für die Jugend sein kann – DAS ist eine bodenlose Frechheit. Alternativ dazu könnte man ja auch die Jugend – und dazu zähle ich alle bis 30 – verpflichten, sich adäquat um die ältere Generation persönlich zu kümmern. Wenn ich allerdings mein Umfeld betrachte und sehe, dass diese Generation selbst bei bisher noch nie dagewesenen Spitzengehältern nicht arbeiten will, würde ich mir da keine großen Hoffnungen machen.

Das mag vielleicht nicht alle betreffen, aber was ist täglich sehe, ist schon schlimm genug. Plakolm ist es offenbar egal, ob Eltern und Großeltern zu Hause erfrieren, oder im Dunkeln sitzen, weil die Preissteigerungen – besonders bei Gas und Strom nicht zu stemmen sind.

 

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Kriegswirtschaftliche Zustände

Kriegswirtschaftliche Zustände

Wifo-Chef Gabriel Felbermayr rechnet mit einem Anstieg der Inflation auf 18 %, wenn es im Winter nicht genügend Gas geben sollte. Ich mag solche Unkenrufe nicht wirklich, aber man muss auch sehen, dass ein solches Szenario nicht ganz ausgeschlossen ist. „Da schlummert gewaltiges soziales Konfliktpotenzial“, meint Felbermayr und zumindest in dieser Hinsicht hat er absolut Recht.

Kriegswirtschaftliche Zustände, die Menschen schnell auf die Straße treiben könnten, müssten wir erwarten. Dabei wäre das völlig sinnlos, denn was nicht da ist, kann man auch nicht weitergeben. Andererseits sehe ich z.B. Mineralöl-Konzerne, die sich gerade auf Kosten der Bevölkerung die Taschen füllen, denn wenn 1 Liter Diesel über 2 Euro kostet, dann sind nur 50 % der Preissteigerung auf den gestiegenen Rohölpreis, der übrigens gerade wieder leicht sinkt, zurückzuführen. Der Rest der Preiserhöhung wird ja gebraucht für Renditen, Bonuszahlungen für Vorstände etc.

Doch gerade die Teuerung im Energiesektor spüren wir alle, denn Produktpreisen sind ebenfalls keine Grenzen nach oben gesetzt. Schließlich will ja weder der Erzeuger, noch der Handel etwas von dem Gewinn abgeben. Heute ist z.B. in den Medien zu lesen, dass die Raffinerien ihre Gewinnmargen verdreifacht haben. Das ist durch NICHTS zu rechtfertigen.

Treibstoffpreise in Österreich haben sich im Juni gegenüber der Zeit vor dem Ukraine-Krieg vom Rohölpreis entkoppelt. Rohöl ist jetzt 22 Cent teurer, Diesel aber 36 Cent. Diese Rechnung kann mir niemand vernünftig erklären. Auch die Bundeswettbewerbsbehörde sieht deutlich gestiegene Margen, welche die Treibstoffpreise steil nach oben treiben. Ich sehe das pragmatisch: Alles, was über den Gewinn in einem Vergleichszeitraum im Vorjahr geht, müsste abgeschöpft und dem Verbraucher zurückgegeben werden. Andernfalls wäre das wie erpresserischer Raub, denn für den Verbraucher heißt es: „Entweder zahlen, oder das Fahrzeug stehen lassen“. Dass damit auch Lieferketten zusammenbrechen würden, ist den Vorständen mit ihrem fetten Gluteus Maximus wohl egal.

Möglich wäre es jedenfalls, die Energiepreise staatlich zu begrenzen. „Laut Preisgesetz können für Sachgüter und Leistungen, bei denen eine Störung der Versorgung droht oder bereits vorliegt, volkswirtschaftlich gerechtfertigte Preise bestimmt werden, sofern diese Störung keine saisonale Verknappungserscheinung darstellt und durch marktkonforme Maßnahmen nicht, nicht rechtzeitig oder nur mit unverhältnismäßigen Mitteln abgewendet oder behoben werden kann„. Dafür muss man nicht einmal ein neues Gesetz schaffen.

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Gendern und anderer Schwachsinn

Gendern und anderer Schwachsinn

Ein Artikel aus der Steiermark veranlasst mich, diesen Beitrag zu verfassen. Es passiert in Zeiten wie diesen nicht oft, dass man mit soviel Schwachsinn in den Medien konfrontiert wird. Es geht (wieder einmal) um eine neue Modeerscheinung – das Gendern.

Eine Obersteirerin hat sich um eine Stelle beworben. Als Behindertenpädagogin hatte sie ihr Bewerbungsschreiben für die Tätigkeit in einem Jugendzentrum verfasst. Es ist ja nicht so, dass sie inkompetent gewesen wäre. Ihr Lebenslauf und Ausbildungen wären auch „megaspannend“. Doch sie hatte einen „schwerwiegenden Fehler“ gemacht. Ihr Bewerbung war nicht „gendergerecht“ verfasst.

Die Anrede „Meine Damen und Herren“ wäre nach den „Genderregeln“ gar nicht zulässig. So hätte man schreiben sollen: „Sehr geehrte Damen, Herren, Divers, Inters, Offene und weiß nicht“. In meinen 55 Jahren habe ich selten so viel Schwachsinn erlebt und wer behauptet, etwas anderes, als männlich oder weiblich zu sein, ist gerne zu einem Strip eingeladen. Da wäre schnell klar, was der Betreffende ist.

Mit Diskriminierung hat das freilich nichts zu tun, die Anrede „Damen und Herren“ zu verwenden. Doch die arme, ansonsten qualifizierte Behindertenpädagogin muss wohl zur Kenntnis nehmen, dass der „Krieg der Geschlechter“ im Alltag angekommen ist. Für mich wird es weiterhin nur männlich oder weiblich geben und es sollte niemand wagen, mich zu diskriminieren, weil ich nicht im Traum daran denke, andere Phantasiegeschlechter anzuerkennen. Mit „weiß nicht“ könnte ich mich vielleicht noch anfreunden, aber auch das wäre aus meiner Sicht dringend behandlungsbedürftig.

Weitere Auswüchse  des „Gleichberechtigungswahnsinn“ sind aus meiner Sicht angebliche „rassistische Anzeichen“ bei den Bildern auf Reispackungen, die inzwischen völlig verschwunden sind und über die sich in Jahrzehnten niemand aufgeregt hat. Auch die Bezeichnung „Neger“ war bisher völlig legitim und auch Schwarze haben sich deshalb nie angegriffen gefühlt. Ich frage mich nur, wann auch die Farbe Schwarz völlig aus dem Sprachgebrauch verschwindet. Der deutschsprachige Raum ist aber wohl einzigartig mit solchen Regelungen. In Spanien wäre das unmöglich, denn „negro“ bedeutet ebenso „schwarz“, als auch Neger. Vielleicht werden dann die Malkästen deutlich reduziert, denn schwarz ist in vielen Farben auch enthalten.

Ähnlich verhält es sich mit den Geschlechtern. Die gesamte spanische Sprache ist auf männlich und weiblich ausgelegt. Für andere Geschlechter ist da kein Platz. Mehr noch, wenn zum Beispiel eine Gruppe von Menschen benannt wird, die aus Männern UND Frauen besteht, wird IMMER die männliche Form verwendet. Unnötig zu erwähnen, dass immer das älteste männliche Familienmitglied auch das Familienoberhaupt ist. Aber das hat mich schon deshalb nicht gestört, weil ich so aufgewachsen bin und niemandem wäre es eingefallen, dieses System in Frage zu stellen.

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Gleich oder gleicher?

Gleich oder gleicher?

Bis zum heutigen Tag war ich immer ein glühender EU-Befürworter. Viele Vorteile wären ohne diese Gemeinschaft nicht möglich gewesen und sogar meine Frau hätte ich ohne EU wohl nicht kennengelernt. Doch inzwischen muss man sich fragen, was aus den Prinzipien der EU überhaupt geworden ist, denn es gibt ein paar Punkte, die man nicht einfach so hinnehmen kann.

Aktueller Anlass ist die Empfehlung der EU-Kommission, der Ukraine den Kandidatenstatus zu verpassen – einfach so, ohne dass die Voraussetzungen auch nur annähernd gegeben wären. Dieser „Schnellschuss“ legt die Vermutung nahe, dass das Einstimmigkeitsprinzip wohl schon vorweggenommen wurde. Klar ist, dass vor der entsprechenden Entscheidung abgestimmt werden muss, aber hier soll offenbar die Entscheidung in eine bestimmte Richtung gelenkt werden.

Das Prinzip, dass es für alle die gleichen Richtlinien geben soll, wird damit ad absurdum geführt, denn hier wird der Ukraine eine klare Favoritenrolle zuerkannt. Unser Karl hat es bereits deutlich formuliert: „Wir müssen sicherstellen, dass dieselben Maßstäbe angewandt werden wie auch bei anderen Beitrittswerbern aus dem Westbalkan. Vor diesem Hintergrund wäre es für mich etwa nicht vorstellbar, der Ukraine einen Kandidatenstatus zu gewähren und zugleich Länder wie Bosnien-Herzegowina weiterhin außen vorzuhalten„. So werden Manche gleicher als gleich und das widerspricht allem, was die EU ausmacht.

Die Niederlande und Dänemark halten ebenso wenig von einer derartigen Bevorzugung, wie Österreich. Es wäre auch ein sehr schlechtes Beispiel, wenn die gleichen Maßstäbe nicht für alle gelten würden. Natürlich geht es im Moment „nur“ um den Kandidatenstatus, doch dieser ist mit weitreichenden finanziellen Opfern – vor aller den Nettozahler – verbunden. Und das für einen langen Zeitraum. Außerdem wäre es völlig irrsinnig, ein Land zu einem Zeitpunkt wiederaufzubauen, das täglich beschossen wird. Konkret geht es um Wiederaufbauhilfen für die Ukraine, die ja mit dem Kandidatenstatus einen Rechtsanspruch darauf hätten.

Ein weiterer Punkt ist das letzte Urteil des EU-Gerichtshofes, nachdem die österreichische Familienbeihilfe im europäischen Ausland in gleicher Höhe ausgezahlt werden soll, wie in Österreich – und zwar auch für Kinder, die im Ausland leben, oder mutmaßlich gar nicht existieren, denn die Nachweise dafür haben nicht denselben Standard wie in Österreich.

In diesem Fall müsste nämlich auch die Ausgleichszulage für österreichische Pensionisten im europäischen Ausland bezahlt werden. Und das ist definitiv nicht der Fall. In meinem Fall müsste demnach die Ausgleichszulage für 20 Jahre in Spanien nachbezahlt werden und die Chancen dafür setze ich bei NULL an. In Europa werden ja alle irgendwie gleich behandelt – nur Manche sind eben etwas gleicher.

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Wenn Wasser fett macht

Wenn Wasser fett macht

Eine Unmögliche Sache? Mitnichten! Entweder ist da Magie im Spiel, oder man muss Wirt sein, um dieses Phänomen hautnah zu erleben. Erster Fall wäre schon sehr unwahrscheinlich. Im zweiten Fall handelt es sich zumindest um eine bodenlose Frechheit. Wie bereits in verschiedenen Medien berichtet, sind einige Wirte dazu übergegangen, nicht nur für die in gastronomischen Betriebe üblichen Getränke ohnehin schon überhöhte Prise zu veranschlagen, sondern auch für LEITUNGSWASSER.

Und die Preise dafür haben es in sich. 5 € oder um es weiter zu verdeutlichen, 10 DM, bzw. 70 ATS für einen halben Liter Leitungswasser. Die unverständliche Begründung des Gastro-Sprechers Peter Dobcak: „Wasser sollte einen Preis haben, allein schon aus Respekt gegenüber dieser Ressource. Hinzu kommt, dass die Gastro derzeit mit steigenden Energiekosten konfrontiert ist. Es ist dabei völlig egal, ob Wein oder Wasser serviert wird, der Service ist derselbe“.

Dass nicht einmal Leitungswasser in einem Notfall in solchen Lokalen gratis ist, weiß Sieglinde Strobl, die aus eigener Erfahrung spricht: „Einmal erlitt ich einen Schwächeanfall an einem glühend heißen Tag und bat den Kellner eines nächstgelegenen Lokals um ein Glas Wasser, aber nicht einmal in dieser Notsituation gab es dieses gratis“.

In solch einem Fall wäre das unterlassene Hilfeleistung, wenn für Leitungswasser kassiert wird. Nicht auszudenken, wenn der Betreffende kein Geld in der Tasche hat. Wie so ein Wirt dann darauf reagiert? Den Patienten liegen lassen, oder aus dem Sichtbereich des Lokals entfernen, damit ihn niemand verantwortlich machen kann? Ich weiß ja nicht, wie dieser Fall ausgegangen ist, aber ich weiß, was passiert wäre, wenn so etwas mir passiert. Einfach ausgedrückt: Diesen Wirt würde es nicht mehr geben.

Wenn jemand glaubt, auf diese Art die Verluste durch Corona in den letzten beiden Jahren ausgleichen zu können, dann soll er gefälligst seinen Laden schließen – und zwar dauerhaft.

Und dann ist da noch etwas. Wasser ist keine Ware, bei der man entscheiden kann, ob man sie konsumiert oder nicht. Wasser ist lebensnotwendig und ich spreche jedem, der Wasser also Notfallmaßnahme verweigert (weil jemand nicht die passende Summer verfügbar hat) seine eigene Lebensberechtigung ab. Auge um Auge…

Was in einem zivilisiertem Land niemals passieren darf: Dass Wirte durch das Kassieren für Leitungswasser fett werden, obwohl dieses für das Überleben unumgänglich ist. Wir sprechen hier nicht über aufbereitetes Wasser, wie Mineralwasser oder Sodawasser, sondern um einfaches Leitungswasser.

Übrigens – auch in Graz hatten wir ein Lokal, dass für Leitungswasser (1 Glas 2 €) kassiert hat. Dieses Lokal gibt es nicht mehr.

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Die Kosten des Krieges

Die Kosten des Krieges

Zumindest ist das die Ausrede für massive Preissteigerungen, die wir alle zu spüren bekommen. Allerdings würde ich es anders nennen: „Wie man sich als Unternehmen eine goldene Nase verdient“. Das finde ich irgendwie passender. Die nachfolgende Liste der Verteuerungen zeigt das ganz deutlich:

  • Butter + 22 Prozent
  • Fruchtjoghurt + 16,4 Prozent
  • Vollmilchschokolade + 15,8 Prozent
  • Öle und Fette + 12,9 Prozent
  • Flaschenbier + 12,4 Prozent
  • Limonaden + 9,6 Prozent
  • Gemüse + 6,8 Prozent
  • Kaffee + 6 Prozent
  • Brot und Gebäck + 5,9 Prozent
  • Fleisch, Käse, Milch und Eier + 3 Prozent

 

Dazu kommt eine bevorstehende massive Verteuerung der Internetkosten, die zumindest das österreichische „quasi Monopolunternehmen“ in den Raum stellt. Von Treibstoffen und anderen Energiekosten gar nicht erst zu reden.

Doch etwas ist dabei schon sehr auffällig: Brot und Gebäck + 5,9 Prozent, obwohl ich gerade in diesem Bereich eine weitaus höhere Preissteigerung erwartet hätte, da die Ukraine als „Brotkorb der Welt“ nur eine 50 % Ernte erwartet. Andererseits der Spitzenreiter Butter mit 22 % Preiserhöhung, obwohl solche Produkte leicht flächendeckend heimisch hergestellt werden können. Auch Öle und Fette hätte ich weiter oben gesehen – jedenfalls weit höher als Joghurt oder Schokolade.

Bei gewissen Waren könnten die Teuerung vielleicht noch auf höhere Transportkosten zurückführen, aber womit wollen Unternehmen, wie A1 höhere Kosten rechtfertigen – zumal gerade in diesen Bereichen auch ohne Krieg in Europa fast ohne Limit abgezockt wird? Immerhin: Keine Transportkosten, keine Extra-Kosten für den Netzausbau, weil dieser kaum stattfindet und die angebotenen „Leistungen“ sowieso NIE das halten, was sie versprechen. Aus versprochenen 40 Mbit werden ganz schnell 8-10 Mbit und höhere Geschwindigkeiten sind mancherorts sowieso nicht verfügbar.

Bei solchen Beispielen kommt schnell der Verdacht aus, dass diese Preissteigerungen nichts mit der Situation in der Ukraine oder mit dem Weltmarkt zu tun haben, sondern schlicht mit der Gier der anbietenden Unternehmen. Preissenkungen werden in weiterer Folge NIE an den Verbraucher weitergegeben. Es wäre doch einmal eine Maßnahme, wenn Unternehmen auf ein paar Prozente ihres Milliardengewinns verzichten und dafür die Verbraucherpreise im normalen Rahmen halten würden. Aber dafür müssten sie ja auf Mega-Managergehälter, riesige Firmenpartys und ähnliche Vergnügungen verzichten und solange der Verbraucher brav zahlt, wird sich daran nichts ändern.

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Adolf Putin

Adolf Putin

Die Argumente von Wladimir Putin für den Ukraine-Krieg gleichen jenen des nationalsozialistischen Diktators Adolf Hitler zum „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich 1938. Ähnlich, wie in der 1930er Jahren war die Entwicklung schon lange vorauszusehen. Wie Hitler, wurde auch Putin kaum ernst genommen. Spätestens 2014 hätte schon klar sein müssen, in welche Richtung das Streben vom Kriegsverbrecher Putin führt.

Das ist keine selbstständige Nation, das ist ein Teil unserer Nation, sie haben kein Recht, eine selbstständige Politik zu machen„, zitiert Tschechiens Ex-Außenminister Karel Schwarzenberg. Und weiter: „Schauen Sie sich die Rede noch einmal genau an und schauen Sie sich dann Zitate aus den 30er-Jahren an. Sie werden erstaunt sein, wie parallel die sind.“ Das Schlimme dabei: Schwarzenberg hat Recht. Der Unterschied ist, dass Putin Atomwaffen hat.

Ich sehe noch weitere Parallelen. Die Ukraine gilt nicht umsonst als „Kornkammer der Welt“. Der Einsatz von chemischen und bakteriologischen Waffen würde Putin nichts bringen, denn er hätte von dem damit verseuchtem Land nichts und außer verbrannter Erde würde er nichts gewinnen. Damit müsste eine noch größere Gefahr, als bisher gerechnet werden und Hungersnöte würde es nicht nur im Nahen Osten und in Afrika geben. Auch Europa könnte in weiten Teilen betroffen sein – auch, wenn die finanziellen Möglichkeiten deutlich besser sind.

Mit den Wirtschaftssanktionen dürfte Putin bald die Luft ausgehen und in spätestens zwei Monaten hat die Ukraine den Krieg „gewonnen“, sofern man überhaupt von einem möglichen Gewinn sprechen kann. Der Kriegstreiber hat auch kaum mehr die finanziellen Mittel, um seine Streitkräfte weiterhin zu bezahlen. Aus meiner Sicht übrigens der einzige Grund, warum Öl und Gas noch nach Europa fließen.

Währenddessen warnt das deutsche Bundesamt für Informationstechnik vor der Anti-Viren-Software „Kaspersky“ Diese russische Software könnte als Angriffswerkzeug missbraucht werden. In Italien wird das Programm in der öffentlichen Verwaltung nicht mehr zur Verfügung stehen. Die russischen Drohungen gegen die EU darf man nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Neue Sanktionen der EU betreffen jedenfalls auch die Sektoren Energie, Stahl und Verteidigung. Auch ein Exportverbot von russischen Luxusgütern steht am Sanktionsplan.

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