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Die Öffnung aller Branchen?

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Öffnung aller Branchen?

Ich kann wirklich nicht sagen, in welcher Fantasiewelt der Wirtschaftskammer-Präsident Harald Mahrer lebt, wenn  er auf eine Öffnung aller Branchen nach Ende des Lockdowns besteht. Er meint, „Die Politik muss Wort halten“ Es wäre „skandalös und ein Drama, dass Betriebe geschlossen haben, die nachweislich nicht zum Infektionsgeschehen beitragen“

Das ist schon einmal der erste Irrtum. GERADE die Gastronomie und insbesondere die Nachtgastronomie mit allen ungezügelten und feierwütigen „Gästen“, die von eigener Vorsicht absolut NICHTS halten,  fördert das Infektionsgeschehen um mindestens 100 %. Und weiter: „Der Lockdown ist unsachlich und es werden Gruppen gegeneinander ausgespielt.“ Hier sind wir schon beim 2. Irrtum. Die einzige Gruppe, die zu 100 % auf Krawall gebürstet ist, sind die Impfverweigerer und Maßnahmengegner.

Handel, Gastronomie und Hotellerie hätten gefordert, nach Ende des 20-tägigen Lockdown am 12. Dezember wieder öffnen zu dürfen – zumindest für geimpfte und von Covid-19 genesene Menschen. Und das ist der 3. Irrtum, wenn Mahrer glaubt, dass sich auch nur irgendwer daran hält, diese Kontrollen durchzuführen. Ich habe mir die Zustände in Graz lange angesehen und festgestellt, dass weder vor Geschäften kontrolliert wird und wenn überhaupt, kommt nur die Frage „Du bist sowieso geimpft, oder?“ DAS ist keine Kontrolle! Im Gastgewerbe ist es noch schlimmer. Dort wird nicht einmal nach dem Impfstatus gefragt (während dem Lockdown für Ungeimpfte) und in die Gästeregistrierung kann  man schreiben, was man will. Die Krönung war allerdings, dass in einem Lokal verlangt wurde, sich mit allen Daten in eine Liste einzutragen, die am Eingang hängt.

Mahrer nennt das „demokratiepolitisch hochgefährlich“ und ich frage mich, ob das vielleicht als Drohung verstanden werden müsste. Er will sich nicht ausmalen, was passiert, wenn der Lockdown über Mitte Dezember hinaus weitergeht. das wird er wohl auch nicht. Allerdings wird die Gastronomie damit leben müssen, bis Anfang Januar geschlossen zu bleiben – und das aus gutem Grund: Ob er sich vorstellen kann, was passiert, wenn wild Gewordene Horden in der Silvesternacht die Lokale im wahrsten Sinne des Wortes unsicher machen würden? Wohl kaum – für ihn zählt wohl ausschließlich der Umsatz, um in kurzer Zeit alles wieder reinzuholen, was in den letzten beiden Pandemiejahren ausgeblieben ist.

Aber ob es der Branche passt oder nicht – die Pandemie wird noch einige Zeit bestehen und es wird Jahre dauern, bis nicht nur das Vorkrisenniveau erreicht ist, sondern auch alle Verluste wieder ausgeglichen wurden. Davon abgesehen ist ganz Österreich im Pandemiegeschehen für das Ausland tiefrot und solange das so ist, wird sich nichts, aber auch gar nichts an der wirtschaftlichen Situation ändern. Die Österreicher haben wichtigeres mit ihrem Geld zu tun, als es Gastronomen, die ohnehin die Preise angehoben haben, in den Rachen zu werfen.

Das WICHTIGSTE ist erst einmal die Pandemiebekämpfung mit allen Mitteln und je länger FPÖ und MFG dagegen arbeiten, mit ihren schwachsinnigen Demonstrationen, wird sich auch an der wirtschaftlichen Situation nichts ändern. Alle Branchen zu öffnen wäre kollektiver Selbstmord – aber das hat jemand, der auf Geld getrimmt ist, niemals verstehen.

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Wird nicht funktionieren

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Es scheint so, als würde sich eine gewisse Hilflosigkeit wegen Corona breit machen. Wenn man die Idee von Wirtschaftskammer-Präsident Harald Mahrer betrachtet, die ein „Freitesten“ von Restriktionen mit zweifelhaften Methoden ermöglicht, könnte man diesen Eindruck gewinnen: „Wer sich regelmäßig testen lässt, soll mehr Freiheiten im Alltag bekommen. Als eine Art Ausweis soll die Stopp-Corona-App dienen. Damit soll auch die „Zettelwirtschaft“ in der Gastronomie ein Ende haben.“

Die Presse kolportiert: „Nur mit Teilnahme an Massentest aus Hausarrest“ Der Lockdown soll bis 17. Januar verlängert werfen. Danach soll man sich aber aus der strengen Ausgangssperre bei einem Antigen-Massencheck heraustesten können. Diesen Plan möchte die Bundesregierung heute am frühen Abend nach einer Videokonferenz vorstellen.

So etwas kann aber aus mehreren Gründen nicht funktionieren: Viele werden sich fragen, was der Massentest daran ändern sollte, wenn die Geschäfte sowieso größtenteils zu haben und das Gastgewerbe ohnehin bis auf Weiteres geschlossen bleibt.

Als „Eintrittskarte“ in die nächste Kneipe kann diese Freitestung sowieso nicht funktionieren, denn wie sollte man das nachweisen? Tatsächlich mit einer völlig unbrauchbaren Stopp-Corona-App? Fakt ist: Diese App funktioniert nur dann, wenn man sich selber als Infiziert definiert und das werden gerade Diejenigen, die es betrifft kaum machen, weil sie in diesem Fall nichts auf der Straße zu suchen hätten.

Und dann ist die Funktionsweise, die Bluetooth verwendet so ausgelegt, dass die Reichweite dieser App mehrere Meter DURCH MASSIVE WÄNDE anschlägt. Im Klartext: Jemand, der straßenseitig im Erdgeschoss wohnt, wird von so ziemlich Jeden, der sich kurzfristig auf der Straße zu einem Gespräch vor dem Haus aufhält, in eine Art Dauer-Quarantäneschleife geschickt. Aus diesem einfachen Grund werde ich diese App in keinem Fall installieren, denn die Reichweite von Bluetooth habe ich selbst getestet.

Es wird also aus mehreren Gründen nicht funktionieren. Und wer darauf vertraut, dass Jeder brav einen möglichen Infizierten-Status in der App speichert, der glaubt auch an warmes Vanilleeis im Winter.

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