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Biontech / Pfizer

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Eine Menge Aufregung verursacht derzeit das Verhalten der Pharmafirma Biontech / Pfizer. Nach dem Prinzip: Wer mehr zahlt, wird bei der Lieferung bevorzugt, gibt es im Grunde genommen gar keine Lieferschwierigkeiten. Der Impfstoff geht nur woanders hin. Südafrika hat keine Probleme und auch die neueste Bestellung aus den USA von 200 Millionen Dosen scheint kein Problem zu sein.

Der Skandal könnte aber durchaus noch viel größer sein, denn mit der Argumentation von Biontech / Pfizer dürfte es auch schwer sein, die Lieferung einzuklagen. Die EU hat IMPFDOSEN bestellt. Das bedeutet 5 Dosen pro Ampulle. Da jetzt aber pro Ampulle 6 oder sogar 7 Dosen verwendet werden, rechtfertigt das Pharmaunternehmen eine verminderte Lieferung damit, dass der Lieferrückstand gar nicht so groß sein kann und demnach auch kein Rechtsanspruch auf die ausstehenden Lieferungen besteht.

Damit dürfte das Unternehmen zumindest rechtlich halbwegs abgesichert sein, denn wie gesagt: Es wurden nicht Ampullen bestellt, sondern Impfdosen. Die EU hat damit rechtlich gesehen bei 2 Dosen pro Ampulle für nichts bezahlt. Und Biontech / Pfizer freut sich. Da hat sich die „Chefverhandlerin“ von der Leyen einen kapitalen Fehler erlaubt. Ich bin auf die Erklärung schon gespannt.

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Das ersehnte Machtwort

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Ich habe schon darauf gewartet, denn es war absolut notwendig. Sebastian hat ein Machtwort zum Thema impfen losgelassen: „Die vorhandenen Impfdosen müssten rasch ausgeliefert und verimpft werden. Das Impfen ist der Gamechanger im Kampf gegen die Pandemie. Es darf daher keine Impfdosis in den Lagern liegen bleiben.“

Die „Bunkerstrategie“ von Anschobers Ministerium funktioniert nicht. „Gerade die Älteren und vulnerable Gruppen hätten ein Recht darauf so schnell wie möglich geimpft zu werden.“ meint Sebastian. Und ich stimme da zu 100 % zu. Werden Impfdosen von den Heimen noch nicht abgerufen, werden diese Dosen sofort an die Bundesländer übergeben, damit ältere Menschen, die nicht in Pflegeheimen leben, sowie medizinisches Personal schnell geimpft werden können. Ein Impfstoff kann nur schützen, wenn er auch verabreicht wird.

Und Anschober? Er appelliert wieder einmal, dass die Einrichtungen in allen Bundesländern, die Impfstoffe abzurufen sollen. Doch Manche muss man offenbar zu ihrem Glück zwingen. Wenn z.B. eine Koalition mit den Corona-Leugnern besteht, erfordert es schon viel Durchsetzungsvermögen, um einen Impfstoff zu bekommen, der ja nach den Vorstellungen einer FPÖ ja gar nicht notwendig wäre, weil nach deren Vorstellung Corona ja gar nicht existiert.

Aus meiner Sicht ohnehin eine unselige Verbindung, die besonders in Zeiten wie Diesen keinen Platz in einem zivilisierten Land haben sollte. Aber DAS ist letztendlich Sache des Wählers.

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Alte und andere Risikopatienten

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Nein, ich mag ihn  nicht und seine Art kann ich auch nicht leiden. Die Rede ist von Armin Wolf. Aber was die neueste Interviewpartnerin von sich gibt, ist an Ausreden und Handlungsunfähigkeit kaum zu überbieten. Letztendlich läuft es darauf hinaus, dass Alte und andere Risikopatienten, die sich nicht in Heimen befinden, erst im März mit dem Beginn einer Impfung rechnen können. Die zweite Teilimpfung und damit erst der angegebene Schutzfaktor dürfte sich damit ins 2. Quartal verlagern.

Der prozentuale geimpfte Anteil der Bevölkerung wird dadurch derzeit nur noch von Mexiko unterboten. Katharina Reich, ihres Zeichens „Chief Medical Officer“ findet durchaus entsprechende Ausreden. So ist die Rede von „Logistikproblemen“, von „Absicherung“, dass genau bestimmt werden muss, wie viele Dosen denn in Alters- und Pflegeheimen gebraucht werden. Dazu kommt, dass wohl erst ein Projekt, das seit 22 Jahren auf Eis liegt – der elektronische Impfpass – umgesetzt werden muss, weil man nicht weiß, welche und wie viele Länder eine Impfung als Voraussetzung für eine Einreise verlangen. Und auch der Eintritt in Stadien, Veranstaltungen, Konzerte etc. könnte schon bald daran geknüpft werden.

Hier das Interview

Eine genaue Berechnung, wie viele Impfdosen tatsächlich gebraucht werden, ist sowieso unmöglich, weil sich auch die Zahl der absoluten Impfverweigerer hoffentlich bald nach unten bewegen wird. Aber auch das Gegenteil wäre leider möglich. Wie soll man also eine genaue Zahl feststellen, wenn die Haltbarkeit bei normaler Kühlung nur 5 Tage beträgt? Und wenn man bis hin zum letzten Demenz-Patienten allen Heimbewohnern die Impfung erklären und von den Verwandten die Genehmigungen zur Impfung einholen muss, wird diese erste Phase von Anschobers „Impfstrategie“ niemals abgeschlossen sein.

Die nächste Ausrede: Wir wissen nicht, wann AstraZeneca zugelassen wird. ICH weiß das auch nicht, wenn dieses Unternehmen tatsächlich eine Kooperation mit der Kommunistenbrühe (Sputnik) anstreben sollte. Auch dürfte es da großen Widerstand in der Bevölkerung geben. Das höre ich auch von allen Seiten. Und ob DAS genehmigt wird, steht in den Sternen. Mir kommt dieser „Wodka-Verschnitt“ jedenfalls nicht unter die Haut.

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Anschober der Stratege

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Langsam aber sicher werde ich stinksauer. Offenbar sieht sich Anschober als großer Stratege, wenn es um Corona geht. Dass aber seine Strategie niemals aufgehen kann, sehe ich an den heutigen Pressemeldungen.

Demnach befinden sich derzeit 113.000 Pfizer-Impfstoffe ungenutzt in Kühlanlagen. „Ich habe immer gesagt, dass ab Mitte Jänner „gleichzeitig“ in allen Pflegeheimen geimpft wird.“ sagt der Impfkoordinator des Gesundheitsministeriums, Clemens Martin Auer. „Geimpft werden soll nach Zielgruppen-Prioritäten. Derzeit wären das in der Phase 1, Bewohner und Personal von Alten- und Pflegeheimen und Mitarbeiter von Covid-Stationen.“

Und dann sehe ich mir die Zahlen an: In der Steiermark finden sich heute über 500 Neuinfektionen, in Wien 222, in Niederösterreich 291, Oberösterreich 274. Jetzt sehe ich, wie viele Impfdosen welches Bundesland bisher erhalten hat. Das Gesundheitsministerium dazu: „Es habe zuerst eine kritische Masse an Dosen aufgebaut werden müssen, damit jetzt wirklich alle gleichzeitig darauf zugreifen können, das ist geplante, gut organisierte Strategie“

Eine Lachnummer, wenn man sich die Grafik betrachtet. Von 8360 Impfdosen die angeblich bisher ausgeliefert wurden entfallen 2800 auf Wien, 2690 auf Niederösterreich, 890 auf Salzburg und um es kurz zu machen: 40 Dosen auf die gesamte Steiermark. Das bedeutet 20 (ZWANZIG) Personen.

Damit scheint mir die einzige „kritische Masse“ Anschober zu sein. und vor Allem: Wieder einmal stimmen meine Vorhersagen, dass Wien den Löwenanteil abgreift, obwohl die Zahl der Neuinfektionen deutlich unter denen der Steiermark lieben. Es wird Zeit, dass Sebastian diesem Gesundheitsminister die Leviten liest, bevor Anschober alles vermasselt.

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Aufgeben kann man einen Brief, aber niemals sich selbst. Das ist keine Option.