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Keine Hoffnung

Ich bin ja grundsätzlich ein positiver Mensch. Aber manchmal muss man erkennen, dass es in manchen Bereichen einfach keine Hoffnung mehr gibt. Das hat sich auch im Sommergespräch mit Herbert Kickl gezeigt. Bisher dachte ich immer, er wäre „nur“ auf der populistischen Schiene unterwegs, um von tw. seltsamen Gestalten noch ein paar Stimmen abzugreifen. Ich habe mich offensichtlich geirrt. Der arme Mann dürfte mental völlig aus dem Ruder gelaufen sein.

Nur ein paar seiner Aussagen, die mich durchaus an „des Meisters Geisteszustand“ zweifeln lassen: „Unsere Regierungspolitiker sind Marionetten eines internationalen Machtgefüges! Und dass Kanzler Kurz erst im Juli nach Montana (USA) zu einer IT-Konferenz reiste, hat nur einen Grund: Die sitzen dort, weil sie von der internationalen Elite Befehlsausgabe bekommen und nicht weil er sich für die Interessen der Österreicher einsetzen möchte.“

Schon das ist etwas gruselig. Was Kickl aber zum Thema impfen einfällt, ist schon sehr bedenklich: „Wir sind mittendrin in einem gigantischen, weltweit ausgerollten Experiment, bei dem die Gesundheit eine Nebenrolle spielt und „Geld und Gewinn“ im Vordergrund steht.“ Alle Geimpften sind in seinen Augen eine Art Versuchskaninchen für die Pharmaindustrie. Darum will er sich auch nicht impfen lassen.

Langsam bekomme ich aber eher das Gefühl, dass Kickl selbst das Experiment ist, bei dem vielleicht eine ganze Menge schiefgelaufen ist. Dass er seit Jahren im unteren Bereich der Beliebtheit zu finden ist, juckt ihn nicht. Warum auch? Es ist eine Position, in der er sich sauwohl fühlt, denn er sprüht vor Optimismus: „Wir werden als Erstes die Sozialisten schnappen und der ÖVP wird das Ausländerthema um die Ohren fliegen“.

Kickl scheint sich auf ein altes Prinzip zu verlassen – und es muss ihn Jahre gekostet haben, um es zu verstehen: „Das maximale Volumen subterrarer Agrarprodukte steht in reziproker Relation zur spirituellen Kapazität der Produzenten.“ Also der dümmste Bauer pflanzt die größten Kartoffeln. Eine unbegründete Hoffnung.

Übrigens – der Kübel neben ihm ist wohl für seine „schlauen Antworten“ gedacht.

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