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Archiv für den Monat: März 2021

Keine einzige zusätzliche Dosis für Kurz

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So zitiert die italienische Tageszeitung La Repubblica Mario Dragi. „Auch wir haben Impfstoff-Mängel, Kurz wird keine einzige zusätzliche Dosis erhalten“.Der EU-Parlamentspräsident David Sassoli sieht das ähnlich: „Es ist verantwortungslos, die Ineffizienz einzelner Länder auf die EU abzuladen“. Ein EU Diplomat meint: „Sebastian Kurz hat sich verzockt“ und der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte sagt: „Ein Blick auf die Zahlen zeigt, dass vor allem Bulgarien, Lettland und Kroatien ein Problem haben. Denen wolle man helfen. Bei Österreich wäre das hingegen derzeit nicht erkennen.“

Gestern Abend hat sich das noch ganz anders angehört: „Nachdem sich zahlreiche Staaten hier für mehr Gerechtigkeit und Solidarität ausgesprochen haben, gab es den gemeinsamen Beschluss, dass durch die zehn Millionen zusätzlichen Impfdosen eine gerechtere Auslieferung der Impfstoffe in der EU im zweiten Quartal erreicht wird.“

Das ist also das Verständnis der EU von Gerechtigkeit“ Aber Hauptsache, Österreich ist Nettozahler. Wenn DAS allerdings die Linie der EU sein sollte, muss ich mich – trotzdem ich EU-Anhänger bin – fragen, wie viel die Solidarität in der EU noch wert ist. Vermutlich gilt das nur für Nettoempfänger und die Länder, die besonders jetzt in der Corona-Situation einen großen Teil der Schuld tragen, dass die Lage in Europa völlig eskaliert ist. Damit sind die Urlaubsländer gemeint, die aus Geldgier nach wie vor alle Grenzen offen halten und Urlauber anlocken: Spanien, Kroatien etc.

Und jetzt kommt ein ehemaliger EZB Präsident daher, der alleine 2017 396.900 Euro Grundgehalt gehabt hat und sagt: „Keine einzige zusätzliche Impfdosis für Österreich“ Alleine durch diese Antwort würde ich sämtliche Zahlungen an die EU einstellen. Wir wollen doch einmal sehen, ob dieses Verhalten dann eine Fortsetzung findet.

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Lockdown fürs ganze Land?

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Es ist schon interessant, was die Experten jetzt fordern. Der Oster-Lockdown soll auf ganz Österreich ausgedehnt werden. Von der Ampel-Kommission angesprochen fühlen sollten sich alle Bundesländer außer Vorarlberg, da sie inzwischen eine Inzidenz über 200 aufweisen.

Nun muss man auch auch etwas wissen: Der einzige Grund, warum Vorarlberg niedrige Zahlen hat, liegt darin, dass es kaum eine Reisetätigkeit gibt. Spätestens in Tirol wäre Schluss. Von dort an gibt es ohne negativen Test kein Weiterkommen. Damit hält sich der Reisewille in Grenzen. Jetzt so zu tun, als wäre es der Verdienst Vorarlbergs, das eine „Belohnung“ des Bundeslandes rechtfertigt, halte ich für falsch.

Andererseits ist es sehr wohl den östlichen Bundesländern zuzuschreiben, dass die Zahlen dort exorbitant hoch sind. Alleine die Wiener Demos, die von professionellen Querulanten organisiert werden, produzieren vierstellige Neuinfektionen, die sich letztendlich auch auf ganz Österreich auswirken. Und was passiert dort bei einem Lockdown? Die Leute fahren nach Ungarn und kehren mit Corona im Kofferraum zurück.

Es ist für andere Bundesländer nicht mehr einzusehen, warum 1. überhaupt noch Wien-Demos erlaubt sind und 2. warum diese Demos nicht schon bei der ersten Zusammenrottung von größeren Personengruppen zerschlagen werden. So kann ich den Unmut der Bevölkerung teilweise verstehen, wenn ich sehe, dass sich Andere an alle Regeln halten, und ein paar tausend mental Eingeschränkte jeden Erfolg aus selbstsüchtigen Gründen zunichtemachen.

Wenn DAS als diktatorisch gewertet wird, dann ist es eben so. Das ist mir 100x lieber, als von einem Lockdown zum Anderen zu tanzen und die Wut auf diese Schuldigen wächst täglich. Man will ja nicht Unruhen heraufbeschwören, aber ich denke, es ist nur eine Zeitfrage, bis bewaffnete Konflikte um sich greifen, denn Impfungen scheinen nur einer elitären Gruppe vorbehalten zu sein und die Konsequenzen für das asoziale Verhalten einiger Wenigen, haben alle zu tragen.

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So funktioniert es nicht

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Dass immer strengere Maßnahmen zur Eindämmung der Infektionszahlen notwendig sind, ist unbestritten – außer natürlich bei der FPÖ, den Corona-Leugnern und Anderen mit fehlgeleiteter Ideologie. Ich sehe auch die Notwendigkeit bis zu dem Zeitpunkt, an dem mindestens 80 % der österreichischen Bevölkerung geimpft ist.

Was ich aber nicht verstehe ist, dass es endlos lange dauert, bis beschlossene Maßnahmen in der Praxis umgesetzt werden. Wenn ich mir überlege, dass erst ab 7. April die Eintrittstests in den östlichen Bundesländern für den Handel generell Pflicht werden, weiß ich, dass vorher noch halb Ostösterreich alle Läden stürmen wird keinerlei Maßnahmen einhalten und die Infektionszahlen auf das Doppelte der bisherigen Werte steigen werden.

Es muss anders laufen: Heute beschlossen, ab morgen gültig. Die Vorlaufzeit, die der Handel in Anspruch nehmen will, dient nur dazu, vor dem Lockdown noch das große Geschäft zu machen und es ist den Geschäftsführern völlig egal, wer auf der Strecke bleibt – Hauptsache Umsatz! Jedem MUSS klar sein, dass vorher die Geschäfte gestürmt werden.

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Testzwang?

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„Das, was sie Sie Testzwang bezeichnen, ist in Wahrheit der Grund, warum wir mehr Freiheiten erleben als viele unserer Nachbarländer.“ So die deutlichen Worte von Sebastian an Rumpelstilzchen. Das sehen naturgemäß nicht alle so. Rainer Trefelik, Obmann der Bundessparte Handel sieht die neuen Regelungen im Osten des Landes auf seine eigene persönliche Art.

Er fordert nun einen Eintrittstest für den gesamten Handel, also auch den Lebensmittelsektor, was meiner Ansicht nach schon an Körperverletzung grenzt. Man MUSS sich jetzt nicht im Schlussverkauf eine Pelzmütze fürs nächste Jahr kaufen und wer das tun will, muss sich eben testen lassen. Aber die 94-jährige Omi MUSS freien Zugang zu Lebensmitteln haben, um nicht in ein paar Tagen verhungert zu sein. Auch Taschentücher, Klopapier etc. gehören zu den Grundbedürfnissen, die man kaum an einen vorherigen Test knüpfen kann – besonders, wenn man dafür erst ein paar Kilometer fahren muss, um diesen Test zu bekommen.

„Das wäre ein Zeichen der Solidarität“, meint der Handelsobmann. ich würde es allerdings viel mehr als Zeichen der Solidarität sehen, wenn wenn sich auch in den Lebensmittelgeschäften ALLE an die Vorgaben wie Abstände und Masken halten würden. Doch davon sind die Ignoranten weit entfernt. Die Vorstellung von 2 Metern erinnert bei Manchen an den Aberglauben von 20 cm bei anderen Gelegenheiten.

 

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Sebastian, der Pharmavertreter

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So lautet jedenfalls das Urteil von Rumpelstilzchen, wobei mich überrascht, dass er weiß, was ein Pharmavertreter ist. Ich hätte ihm die Definition des Staubsaugervertreters gerade noch so zugetraut. das war’s aber auch schon mit dem blauen Bauchpinseln.

So verwendet Kickl so wirre Bezeichnungen wie „Maskenbetrug, Testzwang und Impfdesaster“ und da habe ich große Zweifel, dass Rumpelstilzchen überhaupt weiß, wovon er redet. Von Maskenbetrug kann man nur sprechen, wenn Sebastian gewusst hätte, dass die FFP2-Masken von Hygiene Austria nichts taugen. Kickl könnte von der Wahrheit nicht weiter entfernt sein.

Einen Testzwang gibt es nur in bestimmten Bereichen – und der ist absolut gerechtfertigt, weil auch Andere geschützt werden müssen und nicht nur diejenigen, die „glauben“, clean zu sein. Für das Impfdesaster ist und bleibt nun einmal die EU verantwortlich und wenn man schon im Inland jemanden verantwortlich machen will, sollte es den verantwortlichen Minister treffen.

Auch den Verantwortlichen für „Chaos und gebrochene Versprechen“ sehe ich ganz woanders. Wer sorgt denn mit diesen sinnlosen Demos für Chaos bei den Infektionszahlen? Es ist KEIN Zufall, dass die Werte in Wien ganz besonders hoch sind. Und „gebrochene Versprechen“ sehe ich gar nicht. Es war immer klar, dass weitere Öffnungsschritte von den Zahlen abhängig sind. Und für den Anstieg dieser Zahlen hat die FPÖ ein riesiges Stück Verantwortung.

Außerdem stellt der Wutschlumpf die Wirksamkeit von Vakzinen in Frage, indem er betont, es würde ungesichertes Wissen über den Infektionsschutz verbreitet werden. Also ich habe mir die Beipackzettel von Biontech und Moderna angesehen und mehr Informationen als der Hersteller kann auch ein Kanzler nicht haben – es sei denn, er macht es wie Rumpelstilzchen und blickt täglich in die Kristallkugel.

Was die Wirksamkeit angeht, so wäre es sowieso viel zu früh, um ein endgültiges urteil darüber zu fällen. Aber dafür reicht es wohl bei den Blauen nicht so ganz. Kickl am Rednerpult: „Wie können Sie vor dem Hintergrund des offensichtlichen Nichtwissens, das ja zugegeben wird, den Menschen im eigenen Land sagen, dass nur durch die Impfung im Sommer so etwas wie eine Rückkehr zur Normalität möglich ist?“

Nun, das kann man, wenn man von der Vernunft der Österreicher ausgeht und davon, dass man sich auch an die Maßnehmen hält. Natürlich setzt das auch ausreichende Impfstoffmengen voraus und da scheint es, als würde der Nettozahler Österreich in der EU blockiert. Ob das die stille Rache an Österreich ist, weil das Land bei der Flüchtlingsaufnahme an den Kapazitätsgrenzen angekommen ist und nicht nach der Pfeife der EU tanzt? Dann möchte ich gar nicht wissen, wie die EU auf einen „Innenminister Kickl“ reagieren würde.

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Impfreaktionen oder Nebenwirkungen

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Die Nebenwirkungen sind schon sehr extrem und man sollte dringend davon abraten, so etwas zu nehmen.

  • Magen-Darm-Beschwerden, wie:
    • Übelkeit
    • Erbrechen
    • Durchfälle
    • Bauchschmerzen
    • Magenschleimhautentzündung
    • Magenblutungen
    • Bluterbrechen
    • Teerstühle, beim Auftreten bitte sofort einen Arzt aufsuchen
  • Schlaflosigkeit
  • Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
    • Juckreiz
    • Hautausschlag
    • Nesselausschlag
  • Anfälle von Atemnot
  • Bluthochdruck
  • Pulsbeschleunigung
  • Harnverhalt, insbesondere bei Patienten mit Prostatavergrößerung
  • Anstieg der Leberwerte
  • Blutgerinnungsstörung

Wer nun glaubt, dass man deshalb auf eine Corona-Impfung verzichten sollte, der kann das gerne so handhaben. Allerdings sind das die Nebenwirkungen (und das sind nur die Wichtigsten) von Aspirin! Verzichtet deshalb jemand auf Aspirin? Die meisten Medikamente werden ohne nachzudenken einfach so genommen – manchmal sogar vorbeugend wie ein Nahrungsergänzungsmittel wie Magnesium, das gerne gegen Wadenkrämpfe genommen wird:

„Ab 360 mg Magnesium/Tag können allerdings Durchfall, Muskelschwäche und Magen-Darm-Krämpfe verursachen. Chronischer Durchfall, Mineralien und Vitaminverlust, verringerte Blutgerinnung, etc. auftreten. Es droht Muskelschwäche inklusive einer Beeinträchtigung der Atemtätigkeit und niedrigem Blutdruck. Es besteht Koma-Gefahr.“

Dagegen erscheinen die Impfreaktionen der Corona-Impfung wie ein Sonntagsspaziergang. Im Übrigen muss man unterscheiden zwischen Impfreaktion und Nebenwirkung. Dass der Körper auf die Impfung reagiert, ist ja erwünscht! Nebenwirkungen treten im Allgemeinen selten auf – und auch nur dann, wenn man übliche Vorsichtsmaßnahmen nicht beachtet. Jedes Mittel, das sich auf die Blutgerinnung auswirkt, muss ebenso angegeben werden, wie bekannte Allergien, Schwangerschaft etc. Wer das unterlässt, hat sich unerwünschte Wirkungen selbst zuzuschreiben.

Inzwischen dürfte klar sein, dass die Impfreaktion bei AstraZeneca deutlicher ausfällt, als bei mRNA Impfstoffen. Trotzdem ist das kein Vergleich zu einem schweren Verlauf von Covid-19.

 

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Resistent gegen Intelligenz

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Ein bisschen Hoffnung hatte ich ja noch, dass dieser Vorfall die Blauen ein bisschen zum Nachdenken bringen könnte. Aber Rumpelstilzchen hat es wieder einmal geschafft, jede Hoffnung im Keim zu ersticken. So betont Kickl extra, dass der schwere Verlauf der Coronainfektion des oberösterreichischen FPÖ-Landeshauptmannstellvertreters Manfred Haimbuchner nichts an der Haltung der FPÖ gegenüber den Corona-Maßnahmen der Regierung ändert.

Man kann ihn daher mit ruhigem Gewissen als resistent bezeichnen – resistent gegen Intelligenz! So viel Starrsinn und Uneinsichtigkeit erlebt man nur selten im Leben. Ich fürchte, Rumpelstilzchen würde seine Haltung auch nicht ändern, wenn er selbst gerade noch dem Tod von der Schippe gehüpft wäre.

Leider ist aber Dummheit nicht strafbar. Für mich bleibt dann aber nicht die Frage, ob man ein derartiges Verhalten noch als „normal“ einstufen kann und der eigentliche braune.. ähmm..blaue Boss überhaupt noch geschäftsfähig ist. Vielleicht pfeift er angesichts des drohenden Verlustes seiner Immunität aber auch schon aus dem letzten politischen Loch und will noch ein letztes Mal seinen „großen Auftritt“ haben.

Es ist ja nicht so, dass ich da richtig sarkastisch wäre, aber es wäre doch ein tolles Pressebild, wenn man das Rumpelstilzchen direkt in einer Sitzung des Nationalrates abführen würde. ich halte es da mit dem Spruch: „Man muss auch gönnen können“

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Aus Anschobers Kuriositätenkabinett

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Manche Verordnungen zeigen nicht nur die Komplexität der Verordnungen, sondern auch, wie widersinnig so Manches zu sein scheint. Das Eigenartigste kommt wieder einmal aus Anschobers Kuriositätenkabinett.

Schon einmal gab es solche Fälle im Bezirk Hermagor und man sollte glauben, dass gewisse widersinnige regeln inzwischen geändert wurden. Doch nichts dergleichen. Die skurrile Strafenserie geht weiter. Mehr als ein Dutzend Corona-Positive nun diese Strafe von 300 € zahlen, weil sie wiederum mit ihrem Partner zusammenleben.

Sie leben zwar seit Jahren gemeinsam in ihrem Hauptwohnsitz und wurden offenbar nicht einmal auf Verstöße kontrolliert. Dabei dürfen Infizierte die Wohnung weder verlassen und auch ihre Partner dürfen nirgendwo hin, weil sie ja als K! Personen gelten. Die Strafen wurden ausgesprochen, weil die Partner der Corona-Infizierten sich nicht abgesondert, also nicht die gemeinsame Wohnung verlassen hätten.

Die Ausgangssperre schreibt vor, dass sich ab 20 Uhr Jeder in seiner Wohnung zu befinden hat. Durch das Nächtigungsverbot dürfen die Betroffenen auch nicht in ein Hotel und zu Freunden und Verwandten dürfen sie wegen der Infektionsgefahr auch nicht.

Die Behörde denkt aber nicht daran, die Fälle einzustellen. Sie fordert hingegen Beweise dafür, dass der Sicherheitsabstand von zwei Metern in den eigenen vier Wänden einhalten und sich auch an alle anderen Sicherheitsmaßnahmen gehalten wird. das bedeutet unter anderem auch, keine Gegenstände gemeinsam zu benutzen und natürlich auch zu Hause FFP2-Masken zu tragen.

Und die Behörde? Sie sagt, dass diese Fälle nicht eingestellt werden dürfen, weil sonst Amtsmissbrauch vorliegen würde. Spannend ist für mich aber die Frage, was die Behörde z.B. in meinem Fall sagen würde – wo meine Frau auch gleichzeitig meine Pflegekraft ist. Und das sogar offiziell!

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Rumpelstilzchen

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Die Attacken von der Opposition gegen die Regierung häufen sich und so ist besonders die FPÖ wieder einmal die Partei, die in der Regierung nicht das Beste, sondern das Schlechteste aus „beiden Welten“ der Koalition sieht. Für unseren Klubobmann August Wöginger ist es nicht verständlich, dass die Opposition ständig quer treibt.

Wenn man allerdings die wahren Gründe dafür analysiert, kommt man schnell zu dem Schluss, dass es wohl nicht an den Mitläufern der Oppositionsparteien liegt, sondern an den Leithammeln. In diesem Zusammenhang habe ich eine gewisse Vorstellung, wie Wöginger zu der Aussage über Kickl kommt: „der wie das Rumpelstilzchen der österreichischen Innenpolitik“ wütet und sogar die eigene Partei in Geiselhaft nimmt.

Für Kickl & Co sind jetzt dafür die Grünen mitten im Ibiza-Sumpf. Vielleicht waren es auch Else Kling oder die Fischer-Chöre. So ganz kennt man sich bei diesen Aussagen sowieso nicht aus. Das Rumpelstilzchen sollte nur aufpassen, nicht über die eigenen Beine zu stolpern, wenn es mit Schaum vor dem Mund von einem Bein aufs Andere hüpft: „Ach wie gut, dass niemand merkt, wie sehr mich das Radikale stärkt.

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Das absolut Böse

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Die vielfach erhofften weiteren Lockerungen kommen nun definitiv nicht und der Kreislauf des „absolut Bösen“ geht in die nächste Runde. Für die Einen ist es sowieso wieder nur die Regierung, die den ach so unschuldigen Bürger in ein Korsett zwängen will. Für die Anderen – die Vernunftbegabten, zu denen ich mich auch zähle, gibt es nur den wahren Schuldigen – das Coronavirus.

Dass Ostern im erweiterten Familienkreis stattfinden könnte, wird sich nicht erfüllen und wenn man bedenkt, dass besonders private Treffen zu den Hauptinfektionsquellen zählen, ist das auch nachvollziehbar. Weniger nachvollziehbar ist für mich die Forderung der Gastronomie, ein konkretes Datum für Öffnungen auf nationaler Ebene festzusetzen.

So dramatisch für Gastronomen auch die Situation sein mag: Könnte man ein konkretes Öffnungsdatum vorgeben, wären Experten und die Regierung billige Wahrsager, die den ganzen Tag vor einer Kristallkugel sitzen. Die Erklärung, dass die Gastronomie sicher wäre und sich jeder Wirt auch an die Vorgaben halten würde, halten genau bis zum ersten Gast, der einen größeren Umsatz verspricht.

Kleinere Lokale, die neben Schankbetrieb ihre Sitzplätze in einer baulichen Meisterleistung so eng angeordnet haben, dass die Gäste schon fast aufeinander sitzen und aufgrund der geltenden Abstandsregeln statt 5 Tischen bestenfalls einen Halben besetzen dürften, sehen kaum einer lohnenswerten Öffnung entgegen und 30.000 € Geldstrafe bei Verstößen hat auch nicht Jeder in der Portokasse liegen.

Einen vernünftigen Start für die Gastronomie kann und wird es erst geben, wenn die Bevölkerung so weit durchgeimpft ist, bis keine Gefahr mehr für Gesundheit und Leben mehr besteht, wenn sich eine große Anzahl von Personen trifft.

Wer das nicht sieht, oder sehen will, dem ist nicht zu helfen. Das Gleiche gilt auch für Demonstranten, die sich zu einem großen Teil nur zusammenfinden, um provokant gegen alle Regeln zu verstoßen, ihren Alkoholexzessen nachzugehen und anstatt sich an der Pandemiebekämpfung zu beteiligen, die Infektionszahlen weiter nach oben treiben. Wer glaubt, dass die „böse Regierung“ nur die Wirtschaft in den Boden rammen will, ist ein Verschwörungstheoretiker erster Klasse, dessen geistiger Horizont am Brillenglas endet.

Mehrere FPÖ Politiker haben inzwischen festgestellt, dass Corona vielleicht doch nicht so harmlos ist, wie ein leichter Schnupfen und ich frage mich, wie die Corona-Leugner reagiert hätten, wenn es da geheißen hätte: „Tut uns leid, Sie müssen leider sterben, weil wir kein Intensivbett mehr frei haben“

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